LOGISTIKTRENDS 2021 – Von digital bis nachhaltig ist alles dabei

Industrie 4.0 und Handel 4.0 führen zu Logistik 4.0. (Foto: Klicker / www.pixelio.de)
Logistiktrends 2021 – Industrie 4.0 und Handel 4.0 führen zu Logistik 4.0. (Foto: Klicker / www.pixelio.de)

Logistiktrends 2021 – Die Wirtschaft steckt weltweit in einem großen Transformationsprozess. Stichworte sind dabei Industrie 4.0 und Handel 4.0. Dazu gehören unter anderem immer kürzere Produktentwicklungszyklen, die Zunahme von Just-in-Time- und Kleinstserien-Fertigung bis zu Losgröße 1 sowie ein weiteres Voranschreiten der Arbeitsteilung – über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg. Hinzu kommen der Klimawandel und geforderter Umweltschutz. All diese Entwicklungen stellen die Unternehmenslogistik vor neue Herausforderungen. (Ein Beitrag von Christoph Tieben*)

Industrie 4.0, Handel 4.0, Klimawandel usw. sowie die digitale Transformation stellen auch die Logistik vor große Herausforderungen. Sie muss sich dabei nahtlos in die Supply Chain mit ihren immer enger getakteten Schritten integrieren. Sie muss zudem hochgradig automatisiert ablaufen und gleichzeitig dem Umwelt- und Klimaschutz Rechnung tragen. Somit befindet sich auch die Logistik in einem fundamentalen Wandel, wie die folgenden sechs Trends unterstreichen.

Logistik goes digital.

Die Digitalisierung sowohl der Lager- als auch der Transportlogistik ist in vollem Gange – und wird sich 2021 fortsetzen. Es geht darum, sämtliche Liefer- und Logistikvorgänge digital zu steuern, damit sie gleichzeitig flexibler zu handhaben sind und kosteneffizienter werden. Die internen und externen Prozessteilnehmer gilt es, in einer interaktiven Supply Chain miteinander zu vernetzen, sodass sie bei Bedarf eingreifen können. Voraussetzung dafür sind ein steter Datenaustausch in Echtzeit, der zeit- und ortsunabhängige Zugriff auf die Informationen sowie eine hohe Transparenz über alle Prozessstufen hinweg.

Lohndienstleister auf dem Schirm haben

Subcontracting ist im produzierenden Gewerbe gang und gäbe. Beispielsweise um Lastspitzen abzufangen oder um Spezialkompetenzen des Dienstleisters zu nutzen. Auch hier kommt es immer mehr darauf an, agiler zu reagieren und Unterbrechungen zu vermeiden. Hersteller sind deshalb darauf angewiesen, alle relevanten Informationen, beispielsweise die Fertigungsfortschritte beim Lohndienstleister, in Echtzeit zu erhalten. Etwa, indem man den Subcontractor über ein cloudbasiertes Tool in das eigene Logistikmodul einbindet.

Ökologischer Fußabdruck im Fokus

Umwelt- und Klimaschutz sind mittlerweile wichtige Entscheidungskriterien für Kunden. Unternehmen werden daher ihre Logistikprozesse nicht nur modernisieren, um Kosten zu senken, sondern auch, um damit zu werben. Denn besser aufeinander abgestimmte Transportwege bedeuten weniger Leerfahrten und eine optimierte Streckenführung. In der Folge sinkt die Verkehrsbelastung – die Reduzierung von Abgasen, CO2-Ausstoß und Energieverbrauch inklusive.

Mit Logistics Experience punkten.

Sehr erfolgreiche Online-Händler zeichnen sich zumeist durch einen hochwertigen Lieferservice aus. In ihrem Arbeitsalltag erwarten diese E-Commerce-Kunden – dann als B2B-Kunden – zunehmend die gleiche Betreuung in Form einer optimalen Logistics Experience.

Der smarte Kollege kommt ins Team

Über elektronische Logistikprozesse entstehen enorme Datenmengen, die sich auf herkömmliche Weise nicht auswerten lassen. Es bedarf daher einer Software-Lösung, die auf KI (künstliche Intelligenz) basiert: Sie ist in der Lage, in Echtzeit große Datenmengen zu erfassen, anzureichern sowie zu analysieren. Zudem erkennen smarte Tools Zusammenhänge oder Muster in den Daten und liefern sehr zuverlässige Prognosen für künftige Entwicklungen.

Intra- und Transportlogistik verschmelzen.

Durch den akkuraten Abgleich beider Bereiche werden sowohl Produzenten als auch Handelsunternehmen ihre Lagerbestände auf das exakt benötigte Maß reduzieren und die Umschlagsgeschwindigkeit erhöhen. Gehen nur die genau benötigten Mengen an Materialien oder Produkten „just in time“ auf die Reise, dann verschlanken sich die Vorgänge in der Intralogistik deutlich. Eine Zwischenlagerung samt den nötigen intralogistischen Schritten entfällt.

Win-Win-Situation für alle

Die fortschreitende Digitalisierung und die damit verbundenen Anforderung an Unternehmen machen vor dem Logistikbereich nicht halt. Im Gegenteil: Hier bieten die technologischen Möglichkeiten besonders große Hebel, um effizienter und nachhaltiger zu wirtschaften. Mehr Informationen zu den aktuellen Tendenzen hin zu Logistik 4.0 finden sich in der Checkliste „Die 6 wichtigsten Trends in der modernen Logistik“. (hier zum Download klicken!)

Christoph Tieben, SAP-Spezialist (Foto: Arvato)
Christoph Tieben, SAP-Spezialist (Foto: Arvato)

Zum Autor: Der gelernte Diplom-Kaufmann Christoph Tieben arbeitet seit fast 20 Jahren im SAP-Umfeld. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Projektmanagement internationaler SAP-Implementierungsprojekte und bei der Entwicklung globaler Template-Systeme.


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