US-CHAMBER – Amis krempeln in der Lieferkettenkrise die Ärmel hoch

US-Chamber – Die Amerikaner krempeln jetzt die Ärmel hoch, um Lieferkettenkrise an ihrer Westküste zu bewältigen. (Foto: Ingo Füchtenbusch / www.pixelio.de)
US-Chamber – Die Amerikaner krempeln jetzt die Ärmel hoch, um Lieferkettenkrise an ihrer Westküste zu bewältigen. (Foto: Ingo Füchtenbusch / www.pixelio.de)

Die US-Regierung unter Joe Biden und die Mitglieder der US-Chamber of Commerce (US-Handelskammer) krempeln nach einem Treffen im Weißen Haus jetzt die Ärmel hoch. Sie wollen gemeinsam die Auswirkungen der Lieferkettenkrise an der Westküste auf die US-Wirtschaft bewältigen. Sie schicken nun die größten Häfen an der Westküste wie den Hafen Los Angeles und Long Beach für 90 Tage in den 24-Stunden Dauerbetrieb. Auf dem Spiel steht offenbar die Versorgungssicherheit der US-Wirtschaft.    

Suzanne Clark, Präsidentin und CEO der US-Chamber of Commerce, traf sich am 13. Oktober mit US-Vizepräsidentin Kamala Harris, Verkehrsminister Pete Buttigieg, NEC-Direktor Brian Deese und dem Hafengesandten John Porcari sowie CEOs mehrerer Handelsunternehmen, Verladern und Logistikern. Sie berieten sich, wie die Lieferkettenkrise und die Containerstaus in und vor den Häfen von Los Angeles und Long Beach zu bewältigen sind. Über diese beiden Häfen wird nahezu der gesamte Asien-Handel abgewickelt. Das Treffen war notwendig, weil dem US-amerikanischen Markt Lieferengpässe entlang der gesamten Wertschöpfungskette drohen.  

Fachkräftemangel in der Logistik unterbricht Lieferketten   

Die Lieferengpässe entstehen vor allem durch einen akuten Mangel an Logistik-Arbeitskräften im Allgemeinen und einem Fahrermangel im Besonderen. Kolportiert werden mehr als 100.000 Fachkräfte, die fehlen. Dies führt dazu, dass Ware, welche bereits in den Häfen in Containern gelagert ist, nicht ins Hinterland verbracht werden kann. Deshalb stauen vor der US-amerikanischen West-Küste hunderte Container-Frachtschiffe. Über 500.000 Container sind bereits gebunden und die Zahl wächst täglich. Die weiteren Folgen für die US-Wirtschaft und die Weltwirtschaft, die auf diese Weise durch die Unterbrechungen im weltweiten Container-Kreislauf entstehen, sind derzeit noch gar nicht absehbar.  

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90×24 Stunden Rundumbetrieb       

Beim Treffen im Weißen Haus verpflichteten sich jetzt Handelsunternehmen wie etwa Walmart, Logistikriesen wie UPS, Fedex und andere, die nächsten 90 Tage die Terminals in den Häfen von Los Angeles und Long Beach rund um die Uhr zu betreiben. Dies soll die Häfen einerseits bei den Mehrstunden finanziell entlasten. Andererseits soll so der Druck, der auf den Hafen- und Terminalbetreibern lastet, reduziert werden. „Amerikanische Unternehmen krempeln die Ärmel hoch, um die Lieferengpässe und Verzögerungen zu meistern. Wir gehen das Lieferketten-Problem nun direkt an“, sagte dazu S. Clark gegenüber den Medien und weiter: „Diese Lieferkettenkrise schadet der Wirtschaft, weil es zu Lieferengpässen bei wichtigen Lieferungen führt, sowie den Verbrauchern, weil Lieferengpässe die Inflation nach oben treiben. In Verbindung mit massivem Arbeitskräftemangel ist dies eine große Bedrohung für die wirtschaftliche Erholung und langfristige Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft nach der Coronakrise.“  

US-Chamber – “Wir haben keine Zeit zu verlieren”  

S. Clark kündigte gleichzeitig an, dass die US-Chamber of Commerce und ihre Mitgliedsunternehmen weiter mit der Regierung zusammenarbeiten wollen, indem die Hauptnutzer der Häfen – einschließlich der Hafendirektoren, Terminalbetreiber, Eisenbahnen, Trucker und anderer – zusammengebracht werden. Das Ziel sei die Lösung betrieblicher Herausforderungen in Echtzeit. Gleichzeitig wolle man das Infrastrukturgesetz der US-Regierung unter Joe Biden tatkräftig unterstützen. Das Infrastrukturgesetz, das derzeit dem US-Repräsentantenhaus vorliegt, sieht insgesamt 228 Milliarden US-Dollar vor für die Modernisierung und den Ausbau von Seehäfen, Flughäfen, Bahn- und Straßen-Infrastruktur sowie Investitionen in Brücken. „Das heutige Treffen im Weißen Haus unterstreicht die Dringlichkeit, die amerikanischen Lieferketten zu stärken, um die wirtschaftliche Sicherheit, die nationale Sicherheit und die Arbeitsplätze hier zu Hause zu fördern“, sagte S. Clark. Und sie meinte abschließend: „Wir haben keine Zeit zu verlieren.“ 

uschamber.com 

US-Chamber of Commerce in Kürze 
  
Die US-Handelskammer ist die weltweit größte Unternehmensorganisation, die Unternehmen jeder Größe in allen Wirtschaftssektoren vertritt. Ihre Mitglieder reichen von kleinen Unternehmen bis hin zu führenden Industrieverbänden und großen Unternehmen. Seit mehr als 100 Jahren setzt sich die US-Handelskammer für eine wirtschaftsfreundliche Politik ein, die Unternehmen hilft, Arbeitsplätze zu schaffen und unsere Wirtschaft auszubauen. 

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