BREXIT LIGHT – Zollexpertise in Frachtvolumen verwandelt

Brexit Light - Wegen Zollexpertise kann man sich bei Group 7 über gut gefüllte Rampen im Stückgut-Geschäft freuen. (Foto: Tim Beckmann / www.pixelio.de)
Brexit Light – Wegen Zollexpertise kann man sich bei Group 7 über gut gefüllte Rampen im Stückgut-Geschäft freuen. (Foto: Tim Beckmann / www.pixelio.de)

Für den Münchener Logistikdienstleister GROUP7 führt seine Zollexpertise zu einem Brexit Light. Das Unternehmen verzeichnet nach eigenen Angaben 40 Prozent mehr Umsätze in seinen UK-Verkehren.

„Brexit Light“ heißt es bei der Münchener Group7. Im Januar verzeichnete der  Logistikdienstleister bei den LKW-Verkehren zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich (UK) nämlich ein Umsatzplus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Diese satte Steigerung sprengt unsere Erwartungen“, freut sich Günther Jocher, GROUP7-Vorstand. Im Windschatten der Brexit-Verhandlungen hatte der Logistikdienstleister seine Kunden monatelang kontinuierlich auf die Auswirkungen des EU-Austritts von Großbritannien vorbereitet. Der Logistiker unterhält seit Gründung des Unternehmens 2006 UK-Verkehre. G. Jocher bringt aus seiner vorherigen Geschäftsführertätigkeit weitere 20 Jahre Expertise ein.

Tägliche Sammelgutverkehre ohne Brexit-Unterbrechung

„Alle unsere Kunden kannten schon vor der Besiegelung des Brexit-Deals die neuen Formalitäten, wie beispielsweise das korrekte Erstellen der Ausfuhrdokumente. Nach dem Abschluss der Verhandlungen mussten wir nur Details nachjustieren“, so Jocher weiter. Damit konnten die Münchener ihre Sammelgutverkehre in ihrer täglichen Frequenz ohne Unterbrechungen stabil anbieten. Die Sammelverkehre von Deutschland nach UK starten täglich von allen Niederlassungen der Spedition aus. Neben den Stückgutsendungen hat man aber auch Teil- und Komplettladungen von und nach Großbritannien im Repertoire.

Pre-Lodgement-Verfahren für No-Stop in Dover

Damit die LKW nicht im Hafen von Dover zum Stehen kommen, wendet GROUP7 das Pre-Lodgement-Verfahren an. Hierbei werden vorab die erforderlichen Zolldokumente für die Vorbereitung der Zollabfertigung elektronisch übermittelt. Damit können die LKW reibungslos nach UK einreisen. Auch auf Seiten der englischen Empfänger war Vorarbeit für die neuen Verfahren zu leisten. Den britischen Empfängern standen lokale Ansprechpartner für eine Beratung Rede und Antwort. GROUP7 arbeitet im B2B-Bereich vor allem für Unternehmen aus den Branchen Automotive, Textilien und Consumer Goods. Der Logistikdienstleister aus München bietet End-to-End-Lösungen und verantwortet auch sehr viel B2C-Geschäft für seine Kunden.

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Brexit-Deal mit weiteren Stolpersteinen für verladende Wirtschaft

„Der Erklärungsbedarf bei unseren Neukunden zu den Export- und Import-Formalitäten ist weiterhin groß. Formulierungen wie „zollfreier Zugang zu den Märkten“ lässt manche Kunden aus der verladenden Wirtschaft hoffen, dass es weiterhin EU-ähnliche Einfuhrbestimmungen gibt. Stattdessen ist jetzt eine Zollabfertigung wie bei einem Drittland nötig“, erklärt Holtkamp abschließend.

GROUP7 in Kürze

GROUP7 wurde 2006 als internationales Logistikunternehmen mit Hauptsitz in München gegründet und ist heute mit rund 600 Mitarbeitern und eigenen Niederlassungen an den wirtschaftlich strategischen Knotenpunkten Deutschlands vertreten. Das Dienstleistungsunternehmen erwirtschaftete in 2020 einen Umsatz von 150 Millionen Euro und verfügt über 195 internationale Stützpunkte, die für eine globale Präsenz sorgen.

group-7.de


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