THINKPORT VIENNA – Boku und Hafen Wien setzen Entwicklungsarbeit bis 2025 fort

Thinkport Vienna – Der Fortbestand des Wiener „Mobilitätslabors“ ist bis 2025 gesichert. (Foto: Moni Fellner / Thinkport Vienna / RS MEDIA WORLD Archiv)
Thinkport Vienna – Der Fortbestand des Wiener „Mobilitätslabors“ ist bis 2025 gesichert. (Foto: Moni Fellner / Thinkport Vienna / RS MEDIA WORLD Archiv)

Thinkport Vienna – Die Universität für Bodenkultur, BOKU, und der Hafen Wien setzen ihre Entwicklungszusammenarbeit für urbane Logistikkonzepte bis 2025 fort. Im Rahmen dieses offenen „Mobilitätslabors“ werden innovative (Güter-)Logistiklösungen entwickelt, getestet und auch umgesetzt. Das Labor ist derzeit in wesentliche Logistikprojekte der Stadt Wien involviert.  

Thinkport Vienna trat erstmals im Jahr 2017 als offenes Mobilitätslabor für urbane Güterlogistik an, um sich den Herausforderungen der Logistik im Großraum Wien zu stellen. Das Ziel dieses Thinktanks ist es seither, ein Katalysator und Multiplikator für neue Technologien, Dienstleistungen und Prozesse zu sein. In dessen Rahmen sollen innovative (Güter-)Logistiklösungen entwickelt, getestet und auch umgesetzt werden.

Thinkport Vienna – Entwicklungsschmiede mit überregionaler Bedeutung

Heute ist Thinkport Vienna nicht nur in Wien als Mobilitätslabor bekannt und anerkannt, sondern auch entlang der Donau bis zum Schwarzen Meer. und darüber hinaus bekannt und anerkannt. Denn seit 2017 konnten im Rahmen von mehr als 400 Events über 2.500 Fachleute in den Räumlichkeiten des Labors im Hafen Wien ihr Know-how einbringen. Bislang rund 9.000 Personen in Wien und darüber hinaus konnten von den Ergebnissen des Labors profitieren. Das Thinkport Vieanna -Team ist aktuell in wesentliche Logistikprojekte der Stadt Wien involviert und steht im direkten Austausch sowohl mit Entscheidungsträger*innen der Stadt als auch mit zentralen Akteur*innen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Fortbestand bis 2025 gesichert

Der Erfolg gibt dieser Institution Recht. So konnte 2021 konnte im Rahmen der Ausschreibung „Mobilität der Zukunft 4.2.1 Mobilitätslabore als Baustein missionsorientierter FTI-Politik des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)” eine Förderung gewonnen werden. Damit ist der Fortbestand des Mobilitätslabors für weitere fünf Jahre sichergestellt. Das alte und neue Konsortium setzt sich dabei auch künftig aus dem Hafen Wien, City-Logistiker Heavy Pedals und dem Institut für Produktionswirtschaft und Logistik an der Universität für Bodenkultur Wien, BOKU, zusammen.

Konzepte entwickeln, Projekte in der Praxis testen und umsetzen

Das gibt dem Wiener „Mobilitätslabor“ nun die Möglichkeit, bis 2025 sein Leistungsangebot weiter auszubauen, um weitere Innovationsvorhaben erschließen zu können und sein Netzwerk weiter auszubauen. Das Ziel ist dabei, eine nachhaltige Struktur für die Fortführung des Labors zu etablieren und dieses langfristig als wesentliche Einrichtung für Wien zu festigen. Relevante Einrichtungen und Abteilungen der Stadt Wien wie u.a. die Planungsdirektion, MA18 Stadtplanung und Stadtentwicklung, Wirtschaftsagentur, Wien Holding und Wiener Stadtwerke sollen hierfür verstärkt eingebunden werden, um das Labor und sein Wirken in der Stadt stärker zu verankern und Ziele und Aktivitäten gemeinsam zu verfolgen.

Logistikkompetenz. „Der Hafen Wien ist die Logistikkompetenz in der Stadt. Wir wollen auch weiterhin als Innovationsmotor antreten, um mit Partner*innen aus Forschung, Wirtschaft und Stadtverwaltung innovative, komplexe Konzepte, Prozesse und Technologien zu entwickeln, zu evaluieren und in die Praxis umzusetzen“, so Doris Pulker-Rohrhofer und Fritz Lehr, das Geschäftsführungs-Duo des Hafens.

Thinkport Vienna – Vom Experiment zur Institution

„Dabei hat Thinkport Vienna selbst als Experiment für alle Beteiligten begonnen. Hier wurden der Hafen Wien und die BOKU Wien, also Wirtschaft und Wissenschaft vereint in der Mission, nachhaltige Logistik in Wien voranzutreiben. Heute wissen wir, dass aus dem Experiment eine erfolgreiche Kooperation geworden ist und wir gemeinsam mehr als nur die Summe der Einzelteile sind“, betont Manfred Gronalt, Institut für Produktionswirtschaft und Logistik, BOKU Wien.

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Hubert – Zukunftsweisend für Wien

Eines der zukunftsweisendsten Projekte aus dem Wiener Mobilitätslabors ist beispielsweise der Zustell-Service „Hubert“. Dieser bietet eine nachhaltige und effiziente Güterversorgung von Geschäfts- und Gewerbebetreibenden der Stadt Wien durch die gebündelte Zustellung auf der letzten Meile. Die Idee dazu wurde von einer jahrelangen Forschungs- und Planungsphase auf die Stufe der Umsetzung gehoben. Dabei werden Pakete von verschiedenen Versendern und Lieferanten von einem betreiberneutralen Hub aus mit umweltfreundlichen Fahrzeugen wie etwa Lastenfahrrädern an ihre Zielorte transportiert. Das Projekt wurde im Hafen Wien erfolgreich eingegliedert und wurde im März 2019 gestartet. Hubert gilt heute als ein Leuchtturmprojekt im Aktionsplan Logistik 2030+ und im Projekt „Wien – Out of the Box“.

Hafen Lyon – Sieger der ersten Open Innovation Challenge

Als ein weiteres Erfolgsprojekt realisierte Thinkport Vienna die erste Open Innovation Challenge für Binnenhäfen. Diese wurde gemeinsam mit der European Federation of Inland Ports (EFIP) und dem Hafen Wien in 2020 gestartet. Im Rahmen dieser Challenge wurden Ideen zum Thema Binnenhäfen als „Enabler von Green Logistics und Nachhaltigkeit“ gesammelt. Als Siegerprojekt zeigte der Hafen Lyon mit seinem bereits umgesetzten „Multi Green Energy Quay“ die sektorübergreifende Zukunftsrolle von Binnenhäfen auf. Das Angebot von erneuerbarer Energie, Wasserstoff sowie Biokraftstoffe ist für Kunden und kommunale Verkehrsanbieter in Lyon nutzbar.

thinkportvienna.at | boku.ac.at | hafen-wien.com

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