TGW LIFETIME SERVICES – Intralogistik-Anlagen über den Lebenszyklus warten

Der Welser Intralogistik-Spezialist TGW hat mit seinen TGW Lifetime Services ein Erfolgsrezept für die Wartung von Intralogistik-Anlagen entwickelt. Dabei wird deutlich: Die Gesamtkostenbetrachtung über den Lebenszyklus rückt immer stärker im Fokus.

Rund ein Drittel der Umsätze machen Unternehmen aus der Inralogistik – Branche mittlerweile mit dem Service. Das ist logisch, denn Anlagen im Bereich der Logistik – Automation haben eine Laufzeit von 20 und mehr Jahren. Anwender solcher Anlagen sind daher mindestens ebenso lange an den Technik-Partner gebunden. Das Service-Business ist somit stark auf das Vertrauen der Businesspartner zueinander aufgebaut.

TGW Lifetime Services: Interaktiv in Verbindung

TGW Lifetime Services. Zwischen der frühen Einbindung von Experten, Datenanalysen und der laufenden Weiterentwicklung des implementierten Automationssystems, finden über die Laufzeit der Anlage permanent interaktive Verbindungen statt. Damit diese möglichst reibungslos verlaufen, hat der österreichische Systemintegrator TGW zehn Erfolgsfaktoren für die Wartung einer Intralogistikanlage identifiziert.

Langfristiger Werterhalt. Ein internationales Team von Service-Experten der TGW-Gruppe unter Leitung von Christoph Knogler, Director Global Lifetime Services, hat gemeinsam mit Bestandskunden die Einflussfaktoren herausgearbeitet, die einen langfristigen Werterhalt sicherstellen. „Den einen Weg, der für jeden passt, gibt es jedoch nicht“, betont Christoph Knogler. „Intralogistiksysteme unterscheiden sich in Bezug auf Funktion und Komplexität. Und so unterscheidet sich auch das Betriebs- und Wartungskonzept dahinter. Allerdings gibt es einige Einflussfaktoren, auf die man jedenfalls achten sollte.“

TGW Lifetime Services: Zehn Faktoren zur Hochverfügbarkeit

TGW Lifetime Service Eine Anlage installiert ist verhältnismäßig schnell. Doch auf die Servicequalität über den Lebenszyklus kommt es an (Foto: TGW)

Weil das Thema Service immer wichtiger wird, hat TGW für seine Lifetime Services die Zahl seiner Mitarbeiter im Kundendienst seit 2015 mehr als verdoppelt. Das global aufgestellte Unternehmen bietet innovative Servicekonzepte an, die schon in einer frühen Phase der Zusammenarbeit auch dem Kunden vorgestellt werden. Gemeinsam wird dann ein individuelles Paket geschnürt. „Die Gesamtkostenbetrachtung über den Lebenszyklus einer Anlage gewinnt immer mehr an Bedeutung – und damit die Total Cost of Ownership. Diese gilt es gemeinsam und partnerschaftlich zu optimieren“, sagt Knogler.

Faktoren für den Erhalt. Zehn Faktoren für die Hochverfügbarkeit einer Anlage über einen gesamten Lebenszyklus wären dabei zum Einen, die Experten früh einzubinden und zum Anderen eine passende Wartungsstrategie zu erarbeiten. Hinzu kommen das Schaffen von Transparenz und planbare Kosten. Gleichzeitig ist eine Win-Win-Situation für Anwender und Lieferant die die Basis einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Dazu gehört das Schaffen von Verständnis und Verantwortung füreinander. Das führt letztlich dafür, dass die Technologie effektiv genutzt wird. Doch muss immer darauf bedacht werden, dass die Effizienz sich über den gesamten Nutzungszeitraum erstreckt und immer wieder angepasst wird. Dazu bedarf es valider Daten, die man zur Analyse der kontinuierlichen Verbesserung heran gezogen werden können. Dass Überraschungen proaktiv vermieden werden müssen, klingt banal, ist aber notwendig, um ein System effizient nutzen zu können. Und last but not least ist ein permanentes Retrofitting ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Experten früh einbinden.

Das Betriebs- und Wartungskonzept sowie die damit verbundenen Kosten sollten von Projektbeginn an bewertet und berücksichtigt werden. Die frühe Einbindung erfahrener Fachleute auf Seiten aller Partner (Auftraggeber, potenzieller Auftragnehmer und Berater) ermöglicht die Bewertung unterschiedlicher Systemlösungen nach dem operativen Betreuungsaufwand.

Passende Wartungsstrategie erarbeiten

TGW Lifetime Service: Erst die richtige Wartungsstrategie schafft eine Win-Win-Situation für die Partner. (Foto: TGW)

Wer stellt die Verfügbarkeit der Intralogistiklösung sicher? Diese zentrale Frage sollte ebenfalls bereits in einer frühen Projektphase gestellt und beantwortet werden. In vielen Fällen entscheidet die Unternehmensstrategie des Auftraggebers, ob er die Verantwortung für die operative Wartung selbst in die Hand nimmt oder an Partner übergibt. Die Tendenz geht in die Richtung, sich als Auftraggeber auf seine Kernkompetenzen zu fokussieren und die Anlagenbetreuung in die Hände des Intralogistik-Spezialisten zu legen.

Transparenz schaffen

Spätestens nachdem die Anlagen-Servicepartner definiert wurden, sollten Service Level Agreements (SLAs) und so genannte RACI-Definitionen (Responsible, Accountable, Consulted, Informed) in einer Verantwortungsmatrix festgelegt werden. Die SLAs beschreiben die Erwartungshaltung in puncto Umfang der Störungsbearbeitung und beinhalten die vereinbarten Reaktionszeiten. Die RACI-Matrix legt fest, wer für welche Tätigkeit verantwortlich ist.

Kosten planbar machen

Während es unmöglich ist, sich gegenüber sämtlichen Eventualitäten abzusichern, ermöglichen so genannte Full-Service-Pakete das Festlegen der Service-Ausgaben über einen bestimmten Zeitraum. Die Zusammenstellung dieser Pakete sollte im Sinne der Projektpartner erfolgen und kann unter anderem Ersatzteilverbrauch, Dienstleistungen und Remote Services beinhalten. Grundprinzip ist die klare Definition der zu erbringenden Dienstleistung. Der Servicepartner ist im Fall der Fälle verpflichtet, diese mit der Serviceorganisation sicherzustellen.

Win-Win-Situation erarbeiten

Die Partnerschaft der Projektbeteiligten steht in einem engen Verhältnis mit der Verantwortung, die beide oder mehrere Parteien für den operativen Betrieb der Intralogistikanlage tragen. Wesentliche Elemente einer optimalen Zusammenarbeit sind die Pflege der Beziehung und der offene Umgang mit Problemstellungen. Gemeinsamer Erfolg, aber auch gemeinsame Fehlschläge stoßen Verbesserungsmaßnahmen an, die im Team erarbeitet und umgesetzt werden.

Verständnis und Verantwortung schaffen

Entscheidend ist die Aufstellung der Betreuungsorganisation. Es gilt, klare Verantwortungen innerhalb des Teams zu definieren, Eskalationsstrategien festzulegen und diese regelmäßig auf das Thema Compliance zu prüfen. Verantwortung beinhaltet auch die klar definierte Aufgabe, Verbesserungspotentiale zu erkennen und Projekte nach dem Handlungsprinzip des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) umzusetzen. Jedes einzelne Teammitglied sollte wissen, dass es die gemeinsame Mission ist, die Anlage laufend weiterzuentwickeln und neuen Gegebenheiten anzupassen.

Technologie effektiv nutzen

Man kann aus Fehleranalysen und historischen Wartungsdaten wertvolle Erkenntnisse für Verbesserungen gewinnen. Dazu benötigt man jedoch die passenden Tools. Die Digitalisierung bietet hier eine Vielzahl an Lösungen. Es gilt daher, die geeigneten Hilfsmittel zu identifizieren und diese zu nutzen. Wartungsplanungssysteme (wie TGW CMMS), Visualisierungs- und Monitoringtools sowie digitale Assistenzsysteme sind nur einige Beispiele, wie moderne Technologie die Serviceteams effizienter machen kann.

Daten zur kontinuierlichen Verbesserung analysieren

Eine automatisierte Anlage produziert große Datenmengen. Diese gilt es zu verstehen, zu filtern, zusammenzuführen, auszuwerten und sinnvolle Schlüsse daraus zu ziehen. Im Idealfall beherrschen die Projektpartner die Datenflüsse so, dass sie im Alltag nach einer Analyse schnell Entscheidungen treffen können. Vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) und Datenbankanalysen (Data Mining) sind die Schlagworte in diesem Zusammenhang.

Überraschungen proaktiv vermeiden

In diesem Zusammenhang ist vor allem der professionelle Umgang mit Auslastungsspitzen wichtig. Peak-Seasons, wie der Black-Friday in USA oder die Weihnachtssaison, sollten als eigene Projekte definiert werden, auf die sich die Teams vorbereiten müssen. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass sich der Personalbedarf vor Ort temporär erhöht. Zudem macht eine Präventivwartung an kritischen Stellen der Anlage Sinn, ehe die Hochsaison beginnt.

Laufende Weiterentwicklung heißt Retrofit

Ein Intralogistiksystem wird auf ein bestimmtes Anforderungsprofil ausgelegt, das meist auf der Businessprognose des Auftraggebers basiert. Zum Zeitpunkt des Anlagenstarts ist diese Prognose entweder eingetreten oder es gibt bereits das erste Optimierungspotential. Retrofit- bzw. Modernisierungsmaßnahmen helfen dabei, die Anlage wieder auf die veränderten Rahmenbedingungen auszurichten.

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