OMNICHANNEL – Von der LEH-Filiale und der Speisegastro ins 24×7-Business

Omnichannel (Foto: StronPoint / RS MEDIA WORLD Archiv)
Omnichannel – Mithilfe des geschickten Einsatzes von Technologien können ungenutzte Bestandsflächen wirtschaftlich für moderne Geschäftsmodelle erschlossen werden. (Foto: StrongPoint / RS MEDIA WORLD Archiv)

Eigentlich sind alle Voraussetzungen geschaffen, damit Lebensmitteleinzelhändler (LEH) oder die Gastronomie ins Omnichannel – Business einsteigen können. Es fehlt jedoch vielfach entweder der Mut dafür oder ein Business-Modell oder beides. Wie mithilfe des geschickten Einsatzes von Technologie, Bestandsflächen für moderne Omnichannel – Geschäftsmodelle erschlossen werden können, wird hier in mehreren Punkten dargestellt. Sie reichen von Click & Collect über Curbside- und Drive-Through-Pick-ups bis hin zu temperierten Abholstationen. Interessant könnten hierfür Lösungen des norwegischen Omnichannel – Lösungsanbieters StrongPoint sein.

Die Coronapandemie hat dem Online-Handel einen enormen Schub beschert. Eine wachsende Zahl neuer Start-ups arbeitet dabei rein online, muss also keine reguläre Ladeninfrastruktur mehr unterhalten. Mit Blick auf den wachsenden Wettbewerbsdruck stellt sich heute für Filialisten im LEH und Unternehmen mit Bestandsflächen wie in der Gastronomie daher gar nicht mehr die Frage, ob sie in das Omnichannel – Business investieren sollten. Vielmehr müssen Entscheider prüfen, wie sie dem Wandel kosteneffizient und profitabel begegnen wollen, wenn sie nicht vom Markt verschwinden wollen. „Im Lebensmitteleinzelhandel (Anm.d.Red.: aber auch in der Gastronomie) in der DACH-Region wurde in den vergangenen Jahren viel auf Zeit gespielt. Über Versuche und Pilotprojekte im E-Commerce-Umfeld sind viele Marktteilnehmer nicht wirklich hinausgekommen“, erklärt Tobias Kern, Business Development Director beim norwegischen Omnichannel – Lösungsanbieter im Gespräch. „Dass die Kunden jedoch neue Einkaufsmöglichkeiten wünschen, zeigen nicht zuletzt die drastischen Wachstumszahlen im E-Commerce sowie die neuen Angebote im Bereich Quick-Commerce.“

Omnichannel – Alle Voraussetzungen gegeben

Dabei wären eigentlich sämtliche Voraussetzungen gegeben, damit LE-Händler und (Speise-) Gastronomen ins Omnichannel – Business einsteigen: vom Internet über die Softwares bis hin zur benötigten Hardware. Es fehlt vielfach lediglich entweder der Mut oder ein Omnichannel – Businessmodell oder beides. Wie mithilfe des geschickten Einsatzes von Technologien ungenutzte Bestandsflächen wirtschaftlich für moderne Omnichannel – Geschäftsmodelle erschlossen werden können, wird hier in mehreren Punkten dargestellt.

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Click & Collect – in der Filiale

Bei Click & Collect – Lösungen handelt es um die niedrigschwelligsten Optionen für Unternehmen. Sie kommt vor allem Kunden und Kundinnen entgegen, die in urbanen Räumen wohnen und nur kurze Wege zu den Filialen oder Lokalen zurücklegen müssen. Bei diesem Modell können Bestellungen ganz einfach an einem Abholpunkt eines Ladenlokals in Empfang genommen werden. Solcherlei wurde während der Lockdowns vielfach praktiziert – von Modefilialen über diverse LE-Händler bis hin zu renommierten Gastwirten wie der „Demel“ oder das „Sacher.  

C&C im LEH. Click & Collect erlaubt Lebensmitteleinzelhändlern außerdem, Ihre Mitarbeiter effektiver einzusetzen. In den ruhigeren Geschäftszeiten können die Mitarbeitenden beispielsweise Bestellungen packen. Damit der tägliche Betrieb nicht gestört wird und um die Profitabilität zu erhöhen, sollten Entscheider auf eine leistungsfähige und vor allem speziell für den Einsatz in Ladenlokale abgestimmte Kommissionierungslösung setzen. Entscheidend ist bei der Wahl des Anbieters darauf zu achten, wie gut Soft- und Hardwarelösungen aufeinander abgestimmt sind und wie intuitiv sie sich nutzen lassen. Insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel sind die Margen gering, weshalb die erzielbare Picking-Geschwindigkeit und damit die Effizienz das wichtigste Kriterium in einem Evaluierungsprozess darstellt.

C&C in der Gastro. Während der Coronapandemie mussten die Menschen zwar auf die Besuche von Gasthäusern verzichten, sie wollten das aber nicht bei den Speisen tun. Findige Gastronomen setzten daher vielfach auf Click & Collect und machten aus einer Business-Not eine Tugend. Nach zwei Jahren Pandemie hat sich dieses Modell mittlerweile etabliert. Zwar sind die Speiselokale wieder uneingeschränkt geöffnet, doch eröffnet C&C den Gastronomen die Möglichkeit zusätzlicher Einnahmen, ohne dass die Gastwirtschaft erweitert werden müsste und ohne zusätzliches Personal. Im Übrigen gilt nahezu dasselbe wie für den LEH.

Omnichannel - Tobias Krenn (Foto: StrongPoint / RS MEDIA WORLD Archiv)
Omnichannel – T. Krenn: Im Lebensmitteleinzelhandel in der DACH-Region wurde in den vergangenen Jahren viel auf Zeit gespielt. Über Versuche und Pilotprojekte im E-Commerce-Umfeld sind viele Marktteilnehmer nicht wirklich hinausgekommen.“ (Foto: StrongPoint / RS MEDIA WORLD Archiv)

Curbside- und Drive-Through-Pick-up

Das sogenannte Abholen an der Bordsteinkante, Curbside-Pick-up, sowie das Drive-Through-Prinzip lehnen sich an die Vorbilder von Fast-Food-Ketten an. Interessierte fahren zu einem bestimmten Ort außerhalb des Geschäfts und lassen sich die bestellten Lebensmittel direkt ins Auto laden.

Für Unternehmen mit viel Platz im Außenbereich. Curbside- und Drive-Through-Pick-ups eignen sich gut für Geschäfte mit ausreichend Parkplätzen. Um den Abholprozess beziehungsweise Beladeprozess so reibungslos wie möglich zu halten, sollten Geschäftsführer auch hier nach Lösungen suchen, die es ihnen erlauben, beim Drive-Through wertvolle Zeit und Ressourcen zu sparen.  So gibt es Technologien, die es den Angestellten mithilfe einer Nummernschilderfassung ermöglichen, die genaue Position eines Fahrzeuges auf dem Parkplatz nachzuverfolgen und so zielgerecht die Lebensmittel abzuliefern. Lange Wartezeiten, vor allem auf größeren Parkplätzen, können so vermieden werden. Ob ein solches Modell profitabel ist, hängt auch hier, wie bei Click & Collect, im Wesentlichen davon ab, wie gut die Vorbereitung in der Bestandsfläche funktioniert. Ein hocheffizienter Einsatz von Ressourcen und ein perfekter Kommissionierungsprozess verbessern die Gewinnerzielung beträchtlich.

Temperierten Abholstationen

Als weitere Alternative auf der letzten Meile bieten sich speziell für den Lebensmitteleinzelhandel entwickelte, temperierte Abholstationen an. Viele Kunden sind mit einfacheren Versionen von Logistikdienstleistern wie DHL, Österreichische Post oder Amazon bereits vertraut. Damit lassen sich gleich mehrere Herausforderungen bewältigen. Abholstationen bieten Kunden beispielsweise mehr Unabhängigkeit und Bequemlichkeit. Kunden können jederzeit auch außerhalb der Öffnungszeiten ihre Bestellungen in wenigen Schritten abholen – bei dem Einen sind es Lebensmittel, bei dem anderen beispielsweise vorgekochte Menüs, die sie nur noch zu Hause in der Mikrowelle aufwärmen müssen. Der Innovationskraft der Unternehmer:innen sind dabei nahezu keine Grenzen gesetzt. Dazu nutzen sie das integrierte Terminal oder die vom Lebensmittelmarkt bzw. dem Gasthaus bereitgestellte gebrandete App. Solche Abholstationen entlasten dabei nicht nur Ladenlokale mit wenig Lagerplatz innerhalb der Räumlichkeiten. Ohne größere Umbaumaßnahmen ergänzen sie zudem die Nutzfläche eines Geschäfts etwa im Außenbereich.

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Temperaturgeführt bringt mehr Umsatz

Natürlich ist die Anschaffung temperierter Abholstationen mit zusätzlichen Investitionen verbunden. Zudem müssen die Lebensmittelhändler die Sicherheit haben, dass die gewählte Lösung hohe Standards für die Lebensmittelsicherheit einhält, Schutz vor Witterungseinflüssen und einen einfachen Zugang gewährleistet. Ebenfalls muss bedacht werden, dass temperierte Abholstationen nur über eine begrenzte Kapazität verfügen, und regelmäßig nachgefüllt werden müssen. Eine typische Station von StrongPoint fasst bis zu 25 Aufträge je Zeitfenster und somit ca. 50 Prozent mehr als typische Lieferfahrzeuge etablierter Next-Day Lieferanten. Um die Effizienz und den ROI einer solchen Anschaffung zu maximieren, ist es jedoch eine Grundvoraussetzung, dass Lebensmitteleinzelhändler oder Gastronomen die durchschnittliche Nachfrage für solche Leistungen kennen und die Kapazitäten ihrer Abholstationen entsprechend auswählen. Allerdings ist eine nachträgliche Erweiterung oder Austausch einzelner Module nach Aussage von StrongPoint-Manager T. Kern „problemlos möglich“.

Überall aufstellbar

Omnichannel (Foto: StrongPoint / RS MEDIA WORLD Archiv)
Omnichannel – LE-Händler und Gastronomen, die über Flächen verfügen, können mit temperaturgeführten Lösungen gegenüber reinen Online-Händlern im Vorteil sein. (Foto: StrongPoint / RS MEDIA WORLD Archiv)

Nicht nur Filialen oder Gastwirtschaften bieten einen geeigneten Platz für temperierte Abholstationen. Sie können eigentlich überall aufgestellt werden: auf Parkplätzen großer Industriebetriebe, auf Rastplätzen oder Unternehmensfoyers. Damit haben Angestellte die Möglichkeit ihre eigenen Bestellungen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes abzuholen und mit dem Arbeitsweg zu verknüpfen. Selbst in Wohngebieten und Wohnanlagen können Abholstationen positioniert werden und stellen so eine nachhaltige Alternative zur Lieferung dar. Durch die Platzierung von Abholstationen an signifikanten Punkten täglichen Lebens, lässt sich der Einkauf flexibel in bestehende Lebenssituationen integrieren.

Die Ladenfläche als Pluspunkt beim Omnichannel – Business

Es zeigt sich: LE-Händler und Gastronomen, die über Flächen verfügen, gegenüber reinen Online-Händlern im Vorteil sein, weil sie mit Omnichannel-Lösungen ihren Bestand und ihre Ressourcen effizient und produktiv nutzen können. Der Schlüssel zum Erfolg sind dabei optimierte Prozesse im Bereich der Kommissionierung und geeignete Lösungen für das Fulfillment. Sind die Grundvoraussetzungen geschaffen, lassen sich Services wie Click & Collect, Curbside-Pickup und Drive-Through sowie Abholstationen ohne Weiteres profitabel in das Geschäftsmodell integrieren. Damit können Geschäftsführer bei minimalen Kosten nicht nur neue Umsatzpotenziale erschließen, sondern ihre Kunden auch deutliche mehr Optionen für ein verbessertes Einkaufserlebnis bieten.

StrongPoint in Kürze

StrongPoint ist ein Technologieunternehmen für den Lebensmitteleinzelhandel mit Hauptsitz in Norwegen. Das Unternehmen ist an der Osloer Börse mit einem Umsatz von eine Milliarde Norwegischer Kronen notiert. Mit seinen Lösungen machen die Skandinavier Geschäfte intelligenter, Einkaufserlebnisse besser und den Online-Einkauf von Lebensmitteln effizienter. Mit mehr als 400 Mitarbeitern in Europa und gemeinsam mit einem breiten Partnernetzwerk unterstützt StrongPoint Unternehmen in mehr als 20 Ländern. Neben temperaturgesteuerten Click & Collect-Schließfächern und Lösungen für die Kommissionierung von Lebensmitteln führt StrongPoint Bargeldmanagement- und Zahlungslösungen, elektronische Regaletiketten, Self-Checkouts, Software für Aufgaben- und Arbeitsmanagement, sowie Lösungen für die Abholung von Lebensmitteln in der Filiale und am Drive-Through im Portfolio.

strongpoint.com

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