FEUERWACHE DERRIMUT – Wenn Tore schnell laufen müssen

Die Feuerwache Derrimut in der Australischen Hauptstadt Melbourne ist eine von insgesamt 85 FRV-Rettungs- und Feuerwachen. (Foto: Efaflex / RS MEDIA WORLD Archiv)
Die Feuerwache Derrimut in der Australischen Hauptstadt Melbourne ist eine von insgesamt 85 FRV-Rettungs- und Feuerwachen. (Foto: Efaflex / RS MEDIA WORLD Archiv)

Es gilt als das modernste und größte Fire Department, das in Melbourne (Australien) seit dreißig Jahren gebaut wurde. Ende Oktober 2020 wurde die Feuerwache Derrimut, einem westlichen Außenbezirk von Melbourne, fertiggestellt. Sie gilt nach dem „Green Star“ Bewertungssystem Fire Rescue Victoria (FRV) als erste Fünf-Sterne-Feuerwache Australiens. Dort ist alles auf Geschwindigkeit ausgerichtet, auch bei den Toren, welche sich bei Einsätzen rasch öffnen müssen. Denn jede Sekunde zählt.

Die Fire Rescue Victoria (FRV) wurde am 1. Juli 2020 im australischen Bundesstaat Victoria gegründet. Sie vereint alle Feuerwehren der Hauptstadt Melbournes (MFB) sowie die Feuerwehrleute der Country Fire Authority (CFA) in einer Dachorganisation. Sie bedient dabei die Metropole Melbourne mit mehr als fünf Millionen Einwohnern und die wichtigsten regionalen Zentren – 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche. Wie wichtig diese Vereinigung für den Bundesstaat ist, zeigten die Buschbrände des letzten Jahres, die Anfang 2020 gerade in Victoria wüteten, die Vegetation unwiederbringlich verwüsteten und in Melbourne über Wochen für eine vielfach tödliche Luftverschmutzung bei Alten und Kranken sorgten.

Feurwache Derrimut – Die erste mit fünd Sternen

Die Feuerwache Derrimut in der Australischen Hauptstadt Melbourne ist eine von insgesamt 85 FRV-Rettungs- und Feuerwachen. Sie gilt nach dem „Green Star“ Bewertungssystem der FRV als erste Fünf Sterne Feuerwache Australiens. Auch die 16 Feuerwehrleute, die in der Station täglich ihren Dienst leisten, gehören zum neuen Verbund. Sie löschen Brände, retten Leben, helfen bei Zwischenfällen mit gefährlichen chemischen Substanzen, übernehmen komplexe Rettungsaktionen und sind bei medizinischen Notrufen zur Stelle. Erhalten sie von der Leitstelle den Befehl zum Ausrücken, darf keine Sekunde verschwendet werden. Die Feuerwehrleute müssen sehr schnell sein. Aber auch die Technik muss perfekt funktionieren. Professionell gewartete Fahrzeuge sind dabei nicht alles. Die Feuerwache verfügt über die modernste Gebäudetechnik, die zurzeit auf dem Markt ist. Dazu gehört auch die Gebäudeausstattung mit Toren, die bei Alarm in Bruchteilen von Sekunden die volle Ausfahrtshöhe für die Löschzüge freigeben. Für diese Aufgabe lieferte die Premier Door Systems mit Sitz in Melbourne in enger Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer Harris HMC hervorragende Arbeit ab.

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Signalrot und „Made in Germany“

Zwei überbreite Schnelllauf-Turbotore der Serie EFA-STT-ÜS, die 8.000 mm breit und 4.500 mm hoch sind, geben auf der Rückseite die Einfahrt in das Gebäude frei. (Foto: Efaflex / RS MEDIA WORLD Archiv)
Zwei überbreite Schnelllauf-Turbotore der Serie EFA-STT-ÜS, die 8.000 mm breit und 4.500 mm hoch sind, geben auf der Rückseite die Einfahrt in das Gebäude frei. (Foto: Efaflex / RS MEDIA WORLD Archiv)

Insgesamt sechs Schnelllauftore, „Made in Germany“, in Australien für den Münchener Spezialisten für Torsysteme, Efaflex vom Australischen Spezialisten für Torsysteme, Premier Door Systems, produziert, gehören zur technischen Ausrüstung der Derrimut Feuerwache. Vier davon sind Schnelllauf-Falttore der Serie EFA-SFT-S auf der Ausfahrtseite des Gebäudes. Jedes dieser vertikal öffnenden Falttore ist 4.000 mm breit und 4.500 mm hoch. Zwei überbreite Schnelllauf-Turbotore der Serie EFA-STT-ÜS, die 8.000 mm breit und 4.500 mm hoch sind, geben auf der Rückseite die Einfahrt in das Gebäude frei.

Schnelligkeit gab Ausschlag. Die Schnelllauf-Falttore der Serie F öffnen mit hohen Geschwindigkeiten und sind extrem belastbar. Das war ein Grund dafür, das Zehn-Millionen-Dollarprojekt, finanziert von der Regierung des Bundesstaates Victoria, mit den Toren mit Efaflex-Technik auszustatten. Das EFA-SFT vereint dabei nach Herstellerangaben, „perfekt Funktionalität und Ästhetik“. Durch die patentierte Modulbauweise ist es zudem reparatur- und wartungsfreundlich.

Tore aus Aluminium und Stahl. Das Falttor besteht aus Aluminium und Stahl, eine Kombination für höchsten Qualitätsstandard. Die tragenden Teile sind serienmäßig aus verzinktem Stahlblech gefertigt. Das Torblatt besteht aus eloxiertem, korrosionsfreiem Aluminium und ist mit einschaligem Acrylglas ausgestattet, das viel Tageslicht ins Gebäude lässt. Die Farbe der Tore kann nach Kundenwunsch variieren. Für die Feuerwache in Derrimut sind alle Metallteile der Torblätter natürlich in Signalrot gehalten, die Zargen in Schwarz, entsprechend dem Logo der FRV.

Know-how aus München und dennoch 100 Prozent australisch

Obgleich das Know-how von Efaflex aus München stammt, sind die Torsysteme in Derrimut dennoch reine Kinder aus Australien. Denn die Tore wurden von Premier Door Systems produziert. Das Unternehmen ist ein langjähriger Efaflex-Partner in Australien. Es hat sich ursprünglich auf flexible Vorhänge für die Klimatisierung spezialisiert und sich in den vergangenen zwanzig Jahren zu einem Branchenführer in der Herstellung, Installation und Wartung von intelligenten Tor- und Türsystemen entwickelt. Sowohl eigene Konstruktionen als auch die Tore von Efaflex verkaufen die Australier vom Stammsitz in Melbourne aus und den Büros in Queensland sowie New South Wales. Die Techniker werden dabei in München auf Efaflex-Technik geschult und sind deshalb mit den spezifischen Features der Tore bestens vertraut. Die Produktionsstätten von Premier Door Systems befinden sich in Campbellfield in Melbourne und sind zu 100 Prozent in australischem Besitz.

frv.vic.gov.au

efaflex.com

premierdoors.com


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