WEGARD TRAIL – Gelenkte Autonomie auf Achsen

IFOY Nominée 2018
IFOY Nominée 2018

Mit dem Wegard Trail testet die Jury im Februar für den IFOY-Award 2018 das erste Mal einen Routenzug mit autonom elektrisch gelenkten Achsen, die für eine hohe Spurtreue des Gerätes sorgen sollen.

Wegard Trail ist der erste Routenzug, der autonom elektronisch gelenkte Achsen verwendet, die für beste Spurtreue bei allen Fahrmanövern sorgen. Durch diese Spurtreue wird der Verkehrsflächenbedarf im Lager oder der Produktion reduziert. Gleichzeitig steigt die Sicherheit. Da die Achsen vollkommen autark sind und keinerlei Lenkinformation von den weiteren Anhängern benötigen, können die Anhänger frei und ohne jegliche Einschränkungen gestaltet werden. Unterschiedliche Anhängertypen und -längen können so in einem Routenzug kombiniert werden. Erstmals sind auch Fahrmanöver wie seitwärts Einparken, Rangieren und Rückwärtsfahren mit einem Routenzugsystem möglich, wodurch die Grundlage für die weitere Automatisierung von Routenzugsystemen gelegt ist.

wegard.de

Basisdaten auf einen Blick 

ArtRoutenzug
AntriebElektroHubgeschwindigkeit ohne Last lt. Hersteller0,01 m/s
Tragfähigkeitbid 1.000 kg pro AnhängerHubgeschwindigkeit mit Last lt. Hersteller0,01 m/s
Eigengewicht150 kgSenkgeschwindigkeit ohne Last lt. Herasteller0,01 m/s
Fahrgeschwindigkeit mit Last12 km/hSenkgeschwindigkeit mit Last lt. Herasteller0,01 m/s
Fahrgeschwindigkeit ohne Last12 km/hMax. Hubhöhe lt. Hersteller40 mm
Energieverbrauch nach VDI-Arbeitsspiel– kWh/hBatterieanschluss.
Batteriespannung24 VBatteriekapazität– Ah
Batteriegewicht– kg
Leistung Fahrmotor– kW Leistung Hubmotor0,2 kW
SchlepperNennzugkraft– N
Kommissionierer/KombigeräteMax. Greifhöhe– mm
BedienungStand
Martkteinführung01. Oktober 2017 Mitbewerberk.A.
Produktionsstart01. Oktober 2017

Beschreibung

Die Basis des Routenzuges Wegard Trail ist die autonom elektrische Lenkung der einzelnen Achsen. Diese nutzt nur Sensorinformationen, die direkt an der Achse gemessen werden. Dadurch müssen keine Lenkinformationen mechanisch, hydraulisch und auch nicht elektrisch über die Anhänger geleitet und bei der konstruktiven Gestaltung der Lastmodule berücksichtigt werden. Außerdem ist keine zentrale Steuerung notwendig, die die Nutzung eines speziellen Schleppers voraussetzt.

Durch die modulare Konstruktion des Anhängers in Last- und Achsmodul kann der Anwender seinen Routenzug anforderungsspezifisch aus verschiedenen Anhängertypen zusammenstellen. Selbst die Kombination von kurzen und langen Anhängern in einem Routenzug ist möglich.

Der innovative Lenkalgorithmus des Wegard Trail sorgt für eine herausragendste Spurtreue bei allen Fahrmanövern, die aktuell von Routenzügen am Markt erreicht wird. Dadurch ist der Flächenbedarf erheblich minimiert und die Sicherheit im Betrieb erhöht. Ermöglicht wird auch das seitliche Einparken, Rangieren und Rückwärtsfahren – Fahrmanöver die insbesondere für die Automatisierung von Routenzügen wichtig sind. So kann die Position an einer automatischen Beladestation sehr genau korrigiert werden oder rückwärts aus einem Fahrstuhl manövriert werden. Die für die Lenkung verwendete Elektronik lässt sich leicht für weitere Sicherheits-, Überwachungs- oder Automatisierungsaufgaben nutzen.

IFOY Innovation-Check

Ein Ausschlusskriterium beim IFOY-Award ist der Mangel an Innovation. Die Nominierung des Gerätes zeigt, dass der Wegard Trail einen hohen Innovationsgrat erreicht hat.

So werden für die elektronische Lenkung der Achsen nur Sensorinformationen verwendet, die an der jeweiligen Achse selbst gemessen werden. Die Achsen funktionieren somit autonom, können mit verschiedenen Anhängern kombiniert werden und benötigen keinen speziell ausgestatteten Schlepper.

Der neuartige Lenkalgorithmus sorgt zudem für höchste Spurtreue bei allen Fahrmanövern. Dadurch ist der benötigte Flächenbedarf minimal und die Sicherheit im Betrieb erhöht.

Erstmals sind Fahrmanöver bei Routenzügen möglich, wie seitlich Einparken, Rangieren und Rückwärtsfahren.

Die in den einzelnen Achsen befindliche Elektronik für die Lenkung bildet die Basis für die kundenspezifische Integration von Automatisierungslösungen.
Durch die autonom elektronische Lenkung können alle bisher benötigten mechanischen Bauteile für die Übertragung der Lenkinformation von der Vorder- an die Hinterachse eingespart werden. Dadurch können die Lastmodule frei gestaltet werden. Es sind weniger verschleißanfällige Bauteile nötig. Das System kann zu einem attraktiven Preis angeboten werden.

Marktrelevanz

Der Mangel an Marktrelevanz ist ein weiteres KO-Kriterien für die Teilnahme am IFOY-Award. Auch diese ist in mehrfacher Hinsicht gegeben.

Routenzugsysteme haben sich in den letzten Jahren insbesondere im Produktionsumfeld etabliert. Vielfach wurde die Versorgung der Arbeitsplätze von Staplern auf Routenzüge umgestellt, die zu einer Verringerung des Verkehrs beitragen. Zunehmend wird dies auch von kleineren Unternehmen aufgegriffen, so dass mit einem weiteren Markwachstum von derzeit etwa 80 Millionen Euro pro Jahr zu rechnen ist. Darüber hinaus ist von Kundenseite eine verstärkte Nachfrage nach Automatisierungslösungen rund um den Routenzug festzustellen. Dies reicht von einer automatisierten Be- und Entladung, über Sicherheits- und Monitoringaufgaben bis hin zum vollautomatischen Routenzug. Derartige Systeme erfordern in besonderem Maße eine hohe Spurtreue und genaue Manövrierbarkeit.

Kundensicht

  • Weniger Verkehrsflächenbedarf durch höchste Spurtreue und Wendigkeit
  • Höhere Sicherheit im Betrieb durch höchste Spurtreue
  • Einsetzbar in bisher nicht befahrbaren Umgebungen durch nun mögliche Fahrmanöver, wie Rückwärtsfahren und seitliches Rangieren
  • Freie Kombination von Anhängern zu einem Routenzugsystem
  • Freie Wahl des Schleppers
  • Basis für weitere Automatisierungslösungen
  • Geringer Wartungsaufwand durch Verzicht auf mechanische Komponenten zur Übertragung der Lenkinformationen