KRIEG – Für Putin heißt es eigentlich längst Game over

One Story–Multi Media – H. Schlobach: „Wir bewegen uns schon seit Jahrzehnten im deutschsprachigen Raum und unsere Medien haben schon immer eine internationale Ausrichtung. Diesen Weg verfolgen wir konsequent im Internet, das ohnehin keine Grenzen kennt.“ (Foto: Andreas Sattler / RS MEDIA WORLD Archiv)
H. Schlobach: „Das 40-Millionen-Volk der Ukrainer:innen mit seiner Hauptstadt Kyjiw erweist sich bis heute als hartnäckiger und widerstandsfähiger Gegner seiner Völkerermordung durch die Russische Föderation.“ (Foto: Andreas Sattler / RS MEDIA WORLD Archiv)

Krieg gegen die Ukraine – Vor knapp einem Jahr betitelte ich mein Impressum in BUSINESS+LOGISTIC Sommer 2022 exakt gleich. Vor einem Jahr begann der faschistische Diktator Wladimir Putin seinen genozidalen Vernichtungskrieg gegen die Ukrainer:innen. Er dachte damals, er könne diese junge Demokratie in einem Handstreich erledigen, Wolodymyr Selenskyj gefangen nehmen und töten und den Staat Ukraine von der Landkarte tilgen.

Viele im Westen dachten so wie W. Putin und trauten es den Ukrainer:innen gar nicht zu, lange Widerstand gegen ihren Völkermord und ihre Zwangsassimilierung zu leisten. Die Empörung war zwar groß – wie zuletzt auch bei der Annexion der Krim – aber in vielen Hauptstädten Europas und in der Welt dachte man ernsthaft darüber nach, wie man sich weiter mit dem faschistischen Putin-Russland arrangieren könnte. Übrigens auch in Berlin, genauer in der SPD und im Umkreis von Bundeskanzler Olaf Scholz. Während die GRÜNEN, entgegen ihrer pazifistischen Überzeugungen, und die FDP als liberale Kraft, sehr rasch für eine starke Unterstützung durch Deutschland und massive Waffenlieferungen für die Ukraine plädierten, glaubte die Mehrheit in der SPD, darunter auch O. Scholz, dass man mit dem faschistischen Diktator verhandeln könne, wenn der Krieg rasch vorbei wäre.

Krieg – Alle machten die Rechnung ohne ukrainischen Wirt

Der Bundeskanzler, dem wie G. Schröder, W. Steinmeier, S. Gabriel und anderen SPD-Größen ein intimes Naheverhältnis zur faschistischen Regierung im Kreml bis heute nachgesagt wird, hat dabei jedoch die Rechnung ganz ohne den ukrainischen Wirt gemacht. Das 40-Millionen-Volk mit seiner Hauptstadt Kyjiw erweist sich bis heute als hartnäckiger und widerstandsfähiger Gegner seiner Völkerermordung durch die Russische Föderation. Die Ukrainer:innen wollen sich nicht kampflos von Putin und seiner Mafia im Kreml unterjochen und zwangsassimilieren lassen. Sie haben die russischen Truppen nach deren anfänglichen Erfolgen erfolgreich zurückgedrängt und es besteht für sie die Chance, dass die ukrainische Armee die Invasoren vollständig vom ukrainischen Territorium vertreibt.

Krieg – Ukraine braucht Waffen zum Überleben

Freilich: Das kann die Ukraine nur deshalb, weil die westlichen Demokratien, allen voran zunächst einmal die USA, mittlerweile Waffenhilfe in großem Umfang leisteten. Auch Deutschland, das nach den USA mittlerweile der größte militärische und humanitäre Unterstützer der Ukraine ist,…nachdem O. Scholz seine Rede zur “Zeitenwende” hielt. Glaubte man jedoch noch zu diesem Zeitpunkt, mit 5.000 Bundeswehrhelmen das Auslangen der Unterstützung zu finden, rollen heute schwere deutsche Panzer in den Osten Europas, checkt die deutsche Bundeswehr die für den Nachschub an Waffen und Munition wesentliche Logistik und es werden bereits Kampfflugzeuge von den östlichen Nachbarstaaten an die ukrainische Armee geliefert. Auch in Berlin hat man erkannt, dass Putin und seine Mafia von der politischen Bildfläche verschwinden müssen, damit der Frieden nach Europa zurückkehren kann.

Der Krieg wird noch länger dauern

Das dürfte allerdings, nach Stand heute, noch eine Weile dauern. Je länger dieser Krieg aber dauert, wird man sich in Berlin und Europa jedoch überlegen müssen, wie man die Wirtschaft darauf einstellen kann. Denn die Rohstoffe, die für militärisches Gerät, Munition, Panzer und was auch immer benötigt werden, könnten irgendwann an anderer Stelle fehlen. Zurecht geistert daher das Schlagwort “Kriegswirtschaft” mal mehr und mal weniger durch die Medien. Fakt ist: W. Putins Vernichtungskrieg gegen Menschenwürde, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ist heute nicht mehr nur auf die Ukraine beschränkt. Nein, er ist zur überlebenswichtigen Sache Deutschlands, Europas und der ganzen demokratischen Welt geworden. Die Ökonomien dieser Welt werden sich darauf einstellen und alle werden dafür bezahlen müssen. Die hohe Inflation dürfte nicht zuletzt auch dem wachsenden Energie- und Rohstoffbedarf geschuldet sein, der mit der Verteidigung der oben angeführten liberalen Werte einher geht. Der Westen hat sich mit seiner Einigkeit jedoch als sehr resilient gegen den faschistischen Imperialismus Russlands erwiesen. Darum wird es am Ende für W. Putin heißen: “Game over.”