Grüne Logistik für die City

Fast lautlos schleicht das Lastenfahrrad über das Kopfsteinpflaster. Während Passanten in Ruhe shoppen, liefert der Zustellfahrer Pakete aus. Und das fast nur mit Muskelkraft. Überfüllte und von hohen Feinstaubwerten belastete Innenstädte erfordern heute neue Logistikkonzepte. In Graz schwingt sich beispielsweise der Paketdienst GLS in den Sattel.

GLS Lastenfahrrad | Foto: Stroomer
Der Warentransport mit Muskel- und Elektrokraft ist wegweisend: Alternative Antriebe spielen gerade in der City-Logistik eine immer größere Rolle.| Foto: Stroomer

Seit Jahresbeginn stellt GLS Austria im Zentrum der steirischen Landeshauptstadt Pakete mit dem E-Bike zu. Kunden nehmen die Sendung ganz bequem direkt am Eingang des Geschäfts an, oft mitten in der Fußgängerzone. Ein Novum mit Konzept: Morgens bringt GLS die Pakete vom Depot Unterpremstätten an den Standort des Fahrrads nahe des Stadtzentrums. Hier übernimmt der Zustellfahrer einen ersten Teil der Tagessendungen – und los geht die Radtour.

Werbung

Herausforderung Innenstadt

Der Zustellfahrer meistert enge und verwinkelte Gassen. Sind PKW erlaubt, manövriert er sein Radl geschickt durch den zäh fließenden Verkehr im Zentrum. Alle anderen Weg teilt er sich einvernehmlich mit Fußgängern und Radfahrern. Ausgestattet mit einer elektrischen Tretunterstützung ist er flexibel und erreicht schnell sein Ziel. Lastenräder sind leicht zu bewegen, einfach zu parken. Auf einem Terrain, auf dem Zustellfahrzeuge schnell an ihre Grenzen stoßen, bietet das E-Bike Mobilität pur.

Mit der Zustellung per Lastenfahrrad setzen wir auf innovative Logistik in der Innenstadt.
Axel Spörl, Region Manager GLS Austria & Portugal

Für alle anderen Verkehrsteilnehmer ist die Passage des Lastenfahrrads sicher und angenehm – insbesondere in der Innenstadt, allemal im Vergleich zu herkömmlichen Kraftfahrzeugen. Weiters ist die Lieferung mit dem E-Bike wirtschaftlich, da treibstoffsparend. Die nächtliche Akkuladung reicht für den gesamten Tag. Nachgeladen werden lediglich die Pakete. Bei voller Auslastung sind so bis zu 70 Stopps am Tag möglich. „Mit der Zustellung per Lastenfahrrad setzen wir auf innovative Logistik in der Innenstadt“, sagt Axel Spörl, Region Manager GLS Austria & Portugal. „Eine effiziente Paketdienstleistung mitten im Leben – profitabel für alle, schonend für die Umwelt.“

Alternativ in die Zukunft

Der Warentransport mit Muskel- und Elektrokraft ist wegweisend: Alternative Antriebe spielen gerade in der City-Logistik eine immer größere Rolle. Selbst im Vergleich zu fortschrittlichen Hybrid-Elektrofahrzeugen hat das E-Bike in der Innenstadt die Nase vorn. Sein Einsatz ist nahezu emissionsfrei und damit äußerst ökologisch. „Wir treiben Innovationen voran und setzen dabei insbesondere auf Umweltschutz“, sagt Axel Spörl. „Das Konzept Lastenfahrrad in Graz hat sich dabei besonders bewährt, in Kürze bringen wir weitere Räder auf die Straße.“ Der Paketdienst kann so bis zu sechs Dieselfahrzeuge einsparen. Auch in anderen Städten Österreichs investiert GLS künftig in alternative Antriebe: In Linz und Salzburg rollen dann Elektroautos zu den Paketempfängern.

www.graz.at | www.gls.at

Werbung