Wie aus einer spontanen Idee auf der transport logistic die weltweit bedeutendste Ruhmeshalle der Logistik wurde: die Logistics Hall of Fame oder kurz LHOF. Eine Homage an die Initiatorin dieser Institution und Grand Dame des deutschsprachigen Logistik-Journalismus: Anita Würmser.
Von Hans-Joachim Schlobach
(Beitragsbild: Sebastian Gabsch Fotografie / HJS)
Es gibt Institutionen, die geplant werden. Und es gibt Institutionen, die entstehen, weil jemand den Mut hat, einen Gedanken ernst zu nehmen. Die Logistics Hall of Fame gehört zur zweiten Kategorie. Aus einer spontanen Idee auf der Leitmesse der Transportindustrie in München, transport logistic, entwickelte die Initiatorin, Anita Würmser, eine Institution, welche heute die bedeutendsten Logistiker der Welt zusammenführt und so auf die zentrale Bedeutung der Logistikwirtschaft in ihren bunten Facetten für die Weltwirtschaft bis hin zur Nahversorgung aufmerksam macht. Gleichzeitig ist die LHOF das Abbild einer gesamten Branche, die allein im deutschsprachigen Raum insgesamt rund 300 Milliarden Euro Umsatz macht.
LHOF – Die Ruhmeshalle der Logistik
Heute gilt die LHOF als die weltweit bedeutendste Ruhmeshalle der Logistik. Ihre Mitgliederliste liest sich wie ein „Who’s Who“ der Wirtschaftsgeschichte: Container-Pionier Malcolm McLean, Gotfried Schenker, der Erfinder der Bahn-Sammelverkehre, Gottlieb Daimler, der Erfinder des Lkw, Amazon-Gründer Jeff Bezos, FedEx-Erfinder Frederick W. Smith, Barcode-Erfinder Norman Joseph Woodland, Henry Ford, die Begründer des internationalen Postwesens von Thurn und Taxis oder die Organisatoren der Berliner Luftbrücke usw. Und jedes Jahr kommt ein “Hall of Famer” hinzu, wie A. Würmser die Mitglieder der LHOF nennt.
Der Anfang war unspektakulär
Doch der Ursprung dieser internationalen Institution war bemerkenswert unspektakulär: ein spontaner Zuruf auf der Messe transport logistic in München, wie A. Würmser gegenüber BUSINESS+LOGISTIC / blogistic.net erzählt. Mitten im Trubel der transport logistic 2003 in München begegnen sich Anita Würmser, damals Chefredakteurin der VerkehrsRundschau, und Frank Schnell, Chefredakteur der DVZ, mit Detthold Aden, dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der BLG Logistics Group. D. Aden ärgerte sich damals darüber, dass nahezu jede Idee einen Preis erhält, während die Menschen, die die Logistik tatsächlich verändert haben, weitgehend unbekannt bleiben. Zurecht, denn bis dahin gab es tatsächlich keine Institution weltweit, welche einerseits die Entwicklung der Logistik lückenlos aufzeigen konnte und diese dabei mit ihren Proponenten verband.
D. Adens Satz sollte jedoch letztendlich Geschichte schreiben: „Macht doch mal eine Hall of Fame!“ F. Schnell winkte bei dem Gedanken ab. Anita Würmser griff diesen jedoch auf, obgleich sie zuerst keinen Plan davon hatte, wie sie das beginnen sollte und auch keinen darüber, wohin sich die LHOF entwickeln könnte. Die durchsetzungsfähige Journalistin mit einem großen Netzwerk in der Branche zeigte Mut zum Risiko und gründete am 18. September 2003 die Logistics Hall of Fame. Heute, mehr als zwei Jahrzehnte später, ist aus dieser spontanen Eingebung eine weltweit anerkannte Institution entstanden, die die Geschichte der Logistik dokumentiert, ihre größten Persönlichkeiten ehrt und zugleich Zukunftsimpulse setzt.
Die stille Branche bekommt ein Gesicht
Und mit dieser Idee traf A. Würmser einen Nerv. Denn kaum eine andere Branche beeinflusst den Alltag von Menschen so stark wie die Logistik. Ohne Logistik gäbe es keinen globalen Handel, keine Just-in-Time-Produktion, keinen E-Commerce, keine funktionierenden Gesundheits- oder Versorgungssysteme. Dennoch blieben ihre Protagonisten bis dahin häufig unsichtbar. Gleichzeitig sind “die Logistiker” für sehr viele eher ein Ärgernis. Der Grund dürfte darin liegen, dass für die meisten die Logistik nur dann spürbar wird, wenn etwas nicht funktioniert: Verkehrsstaus und Lärm, verspätete Lieferungen oder gar ganze Lieferausfälle etc.
Die Effekte: Jeder kennt zwar Amazon, die wenigsten jedoch Firmengründer Jeff Bezos. Jeder sieht Container über die Landstraßen oder auf Bahnschienen daher rollen, doch kaum jemand kannte bis zur LHOF Malcolm McLean, den Mann, der mit dem standardisierten Container die Grundlagen des modernen Welthandels schuf. Und dass Gottfried Schenker derjenige war, welcher schon in der Kaiserzeit den Güterbahn-Verkehr revolutionierte, denkt heute fast niemand mehr. Jeder scannt heute täglich Barcodes. Aber nur die wenigsten konnten die Namen Norman Joseph Woodland, Bernard Silver oder George Laurer einordnen, die die Technologie erst möglich machten. Bis die LHOF diese Personen dauerhaft in den Spot der Aufmerksamkeit holte.
Genau hier setzt die LHOF an

Eines war A. Würmser von Beginn an klar, nämlich dass ihre Initiative kein weiterer Branchenpreis werden sollte. Es sollte auch keine neue Auszeichnung für starke Quartalszahlen, keine Ehrung für Umsatzrekorde. Der neue Award sollte auch weit über die bekannten Lebenswerkpreise hinausgehen. Für sie stand die Frage im Mittelpunkt, wer die Logistik – und damit die gesamte Wirtschaft – nachhaltig verändert hat.
Die Statuten formulieren genau dies bis heute eindeutig. “Aufgenommen werden Persönlichkeiten, deren Leistung die Entwicklung von Logistik und Supply Chain Management wesentlich vorangebracht und deren Wirkung weit über das eigene Unternehmen hinausgereicht hat”, heißt es dort. Genau damit unterscheidet sich die LHOF fundamental von allen anderen Awards in der Logistik-Branche und den meisten Awards der Wirtschaft überhaupt. Bewertet werden somit nicht Positionen, sondern die Wirkung. Der Entwicklungen ihrer Proponenten.
Die Wächter der Geschichte
Eine Hall of Fame ist daher nur so glaubwürdig wie ihr Auswahlverfahren. Deshalb basiert die Aufnahme nicht auf Popularität oder öffentlicher Aufmerksamkeit von Personen, sondern auf der Wirksamkeit von Ideen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Vorschläge können dabei aus der ganzen Welt eingereicht werden – und werden das auch. Anschließend werden die Kandidaturen intensiv recherchiert und dokumentiert – ganz im Stil eines objektiven Wirtschaftsjournalismus. Das sogenannte Council der Logistics Hall of Fame – eine Gruppe von Branchenkennern und Journalisten, Wirtschaftswissenschaftlern und Opinionleader der Wirtschaft – erstellt dann daraus eine Vorauswahl. Im zweiten Schritt entscheidet eine internationale Jury aus Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie, Politik, Verbänden und Medien, darunter auch BUSINESS+LOGISTIC/blogistic.net, die schon sehr früh zu dieser Jury eingeladen wurde und seither ein Förderer der LHOF ist. Insgesamt mehr als 70 Jurymitglieder repräsentieren auf diese Weise unterschiedlichste Bereiche der Logistik und ihr Urteil ist somit repräsentativ. Die Wahl erfolgt geheim und wird durch einen Wahlkommissar überwacht.
LHOF – Die Messlatte liegt hoch
Mit anderen Worten: Die Bewerbung selbst muss schon ein nachvollziehbarer Beleg dafür sein, dass die beworbene Leistung die Branche bzw. Wirtschaft nachhaltig verändert hat und darum würdig für die LHOF ist. Die Messlatte dafür, “Hall of Famer” zu werden, liegt also sehr hoch.
Gerade diese Strenge erklärt jedoch die hohe Reputation dieser Institution. Viele Kandidaten werden mehrfach vorgeschlagen, bevor sie schließlich aufgenommen werden. Manche warten Jahre. Manche scheitern dauerhaft, denn nicht jede große Karriere ist automatisch Hall-of-Fame-würdig.
Ford, Daimler, Schenker, Bezos – Personifizierte Chronik großer Umwälzungen
Doch der Effekt dieses Auswahlverfahrens ist nachhaltig. Wer sich heute durch die Mitgliederliste arbeitet, entdeckt tatsächlich die Geschichte der modernen Wirtschaft. Und er sieht bestätigt, dass die LHOF nicht Geschichten über Produkte, Marken oder Unternehmen erzählt, sondern im Endeffekt über Menschen und ihre Ideen, die dabei selbst im Kontext ihrer Zeit stehen.
Beispielhafte Hall of Famer

Henry Ford und Ransom Eli Olds revolutionierten mit der Fließbandproduktion die industrielle Fertigung. Malcolm McLean machte Container zum Standard des Welthandels. Frederick Smith entwickelte mit FedEx die Expresslogistik. Taiichi Ohno erfand bei Toyota die Kanban-Systematik und legte damit die Grundlagen moderner Lean-Prozesse. Jeff Bezos wiederum verband Software, digitale Plattformen und Logistik zu einem völlig neuen Handelsmodell. Und Gottlieb Daimler wie Gottfried Schenker legten mit ihren Ideen die Grundlagen für das, was wir heute als selbstverständlich betrachten und darum nicht mehr wahrnehmen: eine funktionierende Logistik.
Die Evolution globaler Lieferketten
Zusammen betrachtet wird daher deutlich, dass die LHOF nicht lediglich Karrieren dokumentiert. Sie dokumentiert die Evolution globaler Lieferketten. Jedes Mitglied steht für einen technologischen oder organisatorischen Meilenstein. Darum ist die “Ruhmeshalle” weit mehr als eine Ehrentafel. Sie ist ein lebendiges Geschichtsbuch der Logistik.
Der schwierige Kampf um die Marke
Die Logistics Hall of Fame wurde kopiert, bisweilen schlecht plagiiert und ein besonders interessantes Kapitel spielte sich in der Geschichte der LHOF fernab von Galabühnen und Festakten ab. Fast zehn Jahre kämpfte die Organisation um den Markenschutz der Bezeichnung „Logistics Hall of Fame“. Dabei ging es nicht etwa um einen Rechtsstreit oder die Frage, wer diese Begrifflichkeit zuerst verwendete, sondern darum ob “Logistics Hall of Fame” überhaupt eine schützenswerte Marke ist.
Die Herausforderung lag dabei in der Tatsache, dass der Terminus „Hall of Fame“ grundsätzlich als beschreibender Begriff gilt. Hierbei wurde argumentiert, dass es sich lediglich um eine allgemeine Bezeichnung für eine Ruhmeshalle handle. Doch die Verantwortlichen lieferten über Jahre hinweg Belege, Veröffentlichungen und internationale Medienreferenzen. Sie dokumentierten, dass der Begriff weltweit konkret mit dieser einen Institution verbunden ist. Am Ende erkannte das Europäische Markenamt die Verkehrsgeltung an, der Name war geschützt. Was wie eine juristische Randnotiz wirkt, war jedoch tatsächlich ein bedeutender Meilenstein für diese Institution. Er bestätigte nämlich außerdem, dass sich die Logistics Hall of Fame längst weit über den deutschsprachigen Raum hinaus etabliert hatte.
Internationale Anerkennung
Die globale Bedeutung der zur Institution gewordenen Idee zeigt sich heute täglich. Regelmäßig erreichen die LHOF Bewerbungen und Anfragen aus Nordamerika, Asien und Europa. Wissenschaftler recherchieren im Archiv der “Ruhmeshalle” für Studien und Dissertationen. Journalisten suchen Hintergrundinformationen zu historischen Innovationen. Und Bildungseinrichtungen nutzen die Dokumentationen der Hall of Fame als Quellenmaterial.
Auffällig ist dabei ein interessantes Muster. Während deutschsprachige Unternehmen häufig eher zurückhaltend mit historischen Leistungen umgehen, wird in den USA die Bedeutung logistischer Innovationen oft wesentlich offensiver kommuniziert. Die LHOF schließt genau diese Lücke zwischen Europa und Amerika. Sie verleiht Menschen damit weltweit Sichtbarkeit, welche die Welt nicht mit ihren Ideologien und Kriegen verändert haben, sondern mit friedlichen Mitteln: ihren Ideen und die Realisierung derselben. Diese Menschen wären heute in der Logistikgeschichte ohne A. Würmser nahezu vergessen. Das ist ihr ureigenster Verdienst.
Wenn die Geschichte komplex wird

Nicht immer lässt sich übrigens eindeutig bestimmen, wer eine Innovation tatsächlich erfunden, initiiert oder maßgeblich nach vorne gebracht hat. Ein Paradebeispiel dafür ist die Palette. Über Jahre hinweg gingen etwa 50 Vorschläge bei der LHOF-Jury ein, die unterschiedlichste Erfinder oder Organisationen als Urheber reklamierten. Nach umfassenden Recherchen entschied sich die Logistics Hall of Fame für einen ungewöhnlichen Weg. Aufgenommen wurde nicht eine einzelne Person, sondern der Meilenstein selbst. Später erhielten die maßgeblichen Pioniere der Palettenentwicklung und des Pooling-Gedankens besondere Würdigungen. Heute gehören die Paletten-Pioniere offiziell zu den Mitgliedern der Hall of Fame. Diese Vorgehensweise zeigt also, wie ernst die Organisation historische Genauigkeit nimmt.
LHOF – Bewahrung für Zukunftsentwicklungen
Die größte Überraschung für Außenstehende ist vielleicht, dass die Logistics Hall of Fame längst mehr als ein Archiv logistischer Geschichte geworden ist. In den vergangenen Jahren entwickelte sie sich zunehmend zu einer Plattform für aktuelle und zukünftige Themen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat A. Würmser eine Stifterauszeichnung ins Leben gerufen, die bereits von Traton oder Still gestiftet wurde: den “Logistics Leader of the Year“-Award. Hier werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die gegenwärtig prägende Impulse für die Branche und Wirtschaft setzen und besonders erfolgreich agieren. Zuletzt gehörte DACHSER-CDO Stefan Hohm zu den ausgezeichneten Zukunftsgestaltern der Logistik.
Hinzu gekommen ist außerdem die Lynn C. Fritz Medal for Excellence in Humanitarian Logistics. Diese Auszeichnung richtet den Fokus auf einen Bereich, dessen Bedeutung oft unterschätzt wird: die humanitäre Logistik. Denn egal, ob Naturkatastrophen, Flüchtlingsbewegungen oder Versorgungskrisen, ohne professionelle Lieferketten können Hilfsorganisationen ihre Aufgaben nicht erfüllen. Die von dem Kalifornischen Fritz Institute gestiftete Medaille macht genau diese Leistungen sichtbar und passt damit genau in das Konzept der LHOF.
Und last but not least: Mit der internationalen Fachkonferenz ConnectChains, die in diesem Jahr im Airport Center Wien stattfindet, schafft die Logistics Hall of Fame hinaus einen zusätzlichen Raum, in dem Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Hilfsorganisationen gemeinsam an Lösungen für resiliente Supply Chains arbeiten. Die LHOF bewahrt somit nicht nur die Geschichte der Logistik, sie gestaltet ihre Zukunft mit.
Eine Rückkehr nach Wien
In diesem Jahr werden die nächsten Hall of Famer in Wien in die Ruhmeshalle im Rahmen der jährlich veranstalteten Gala aufgenommen. Für Wien und BUSINESS+LOGISTIC/blogistic.net hat das eine besondere Symbolkraft. In Wien fand einst die erste Jahresgala dieser mittlerweile Weltinstitution statt. Damals wurde Gottfried Schenker postum in die Ruhmeshalle aufgenommen. Dieser Logistiker, dessen Unternehmen lange Zeit unter dem Label DB Schenker firmierte und heute zum DSV-Konzern gehört, hat von Wien aus, aus einer Garage heraus seit logistisches Weltimperium aufgebaut (mehr dazu der überarbeitete Artikel, der damals in BUSINESS+LOGIOSTIC veröffentlicht wurde.)
Der Ort könnte daher passender kaum sein. Wien war über Jahrhunderte ein logistischer Knotenpunkt zwischen Ost und West, Nord und Süd, zwischen Hafenwirtschaft, Schiene, Straße und Luftverkehr. Gleichzeitig verkörpert die Stadt wie kaum eine andere in Europa die Verbindung von Tradition und Zukunft. Damit avanciert die Rückkehr nach Wien zu mehr als nur zu einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung. Sie ist vielmehr selbst ein Rückblick auf die eigene Logistik-Geschichte und sichtbarste Ergebnis des Erfolges der LHOF.
Eine persönliche Betrachtung

Als langjähriger Unterstützer der Logistics Hall of Fame mit meinen Magazinen BUSINESS+LOGISTIC und blogistic.net habe ich die Entwicklung dieser Organisation über viele Jahre verfolgt und durfte hier auch Impulse aus Wien setzen. Für mich ist rückblickend bis heute dabei nicht nur allein die Zahl der in die LHOF aufgenommenen Persönlichkeiten. Beeindruckend ist für mich vor allem die Konsequenz, mit der die Organisation ihrem ursprünglichen Anspruch treu geblieben ist. Die Logistik kämpft seit Jahrzehnten mit einem Paradoxon: Sie ist unverzichtbar, aber oft unsichtbar. Genau deshalb besitzt die LHOF für mich persönlich eine Bedeutung, die weit über eine Ehrung hinausgeht. Sie macht sichtbar, was sonst übersehen wird. Sie erinnert daran, dass Fortschritt nicht von Produkten ausgeht, sondern von Menschen. Und sie zeigt, dass hinter jedem Container, jedem Barcode, jedem Paket, jeder Lieferkette und jedem digitalen Geschäftsmodell Persönlichkeiten stehen, die den Mut hatten, etwas neu zu denken.
Vom Zuruf zur Institution
Vielleicht ist genau das die eigentliche Erfolgsstory der Logistics Hall of Fame. Sie entstand nicht aus einem Strategiepapier, nicht aus einer großen Verbandsinitiative und nicht aus staatlicher Förderung. Sie entstand aus einem Satz. „Macht doch mal eine Hall of Fame.“ Mehr als zwanzig Jahre später gehört sie zu den weltweit wichtigsten Institutionen der Logistik, mit internationaler Anerkennung, einer hochkarätigen Jury und einer Mitgliederliste, die die Entwicklung des globalen Handels wie unter einem Brennglas sichtbar macht. Detthold Aden dürfte damals in München kaum geahnt haben, welche Folgen sein spontaner Zuruf haben würde…und A. Würmser wahrscheinlich auch nicht.
Doch es ist passiert: Aus einer Idee zwischen zwei Messeterminen wurde eine Weltinstitution. Eine Ruhmeshalle für jene Menschen, ohne die der moderne Warenfluss, wie wir ihn heute kennen, nie entstanden wäre. Und vielleicht liegt genau darin ihre größte Leistung der LHOF: Sie gibt den Architekten des Fortschritts einen festen Platz in der Geschichte.