TIEFKÜHL-INTRALOGISTIK – Eiskalt bis zum Kunden

Durch die steigende Sortimentsvielfalt im Einzelhandel gewinnt die Tiefkühl-Intralogistik an Bedeutung. Lagerlösungen für temperaturgeführte Lebensmittel erfordern jedoch Prozesse mit großer Verfügbarkeit sowie einer rasanten Umschlaggeschwindigkeit

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 Die gesamte Prozesskette wird daher immer dynamischer. (Promotion)

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(Foto: SSI Schäfer)

Das Ernährungsverhalten der Verbraucher sowie deren persönliche Lebenssituation haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Diese fast schon lapidare Feststellung hat allerdings einen enormen Einluss auf die gesamte Lebensmittelbranche. Die steigende Anzahl von Single-Haushalten und die zunehmende Forderung der Konsumenten nach saisonal unabhängig verfügbaren Lebensmitteln, sowie die wachsende Nachfrage nach Convenience-Produkten führen zu einem deutlichen Zuwachs der Sortimentsvielfalt im Einzelhandel.

Um diese Ansprüche bedienen zu können, nimmt die Bedeutung temperaturgeführter Lebensmittel, also Tiefkühlkost und Frischeware, für den Handel konsequent zu.

Die Voraussetzung

Eine optimal organisierte und geschlossene Kühl- und Tiefkühlkette in der gesamten Supply Chain.

Höchster Stellenwert für Tiefkühl-Intralogistik

Die Tiefkühl-Intralogistik nimmt damit einen sehr hohen Stellenwert im gesamten Distributionsprozess ein. In den Zentrallagern wird die geforderte Warenmenge des Einzelhandels gebündelt. Die Kühllager dienen als Puffer zwischen Industrie und Handel. Saison- oder witterungsbedingte Absatzschwankungen werden hier ausgeglichen. Die Tiefkühl-Intralogistik stellt zudem weitere Herausforderungen an die Betreiber: Produkte werden kurzfristig eingelagert und vollständig durchgekühlt. Dabei sind strenge Mindesthaltbarkeitsgrenzen, HACCP-Hygienestandards und die von vielen Kunden geforderte Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten.

Höchste Verfügbarkeit. Solche Lagerlösungen erfordern Prozesse mit einer hohen Verfügbarkeit und Umschlaggeschwindigkeit. Zunehmend wechselnde Artikelspektren und steigende Auftragszahlen bei immer kleineren Losgrößen fordern flexible, (teil-) automatisierte Systeme mit geringem Platzbedarf. Forderungen aus Politik und Gesellschaft nach einer umweltschonenderen Logistik – einer Senkung der CO2-Belastung – sind zusätzliche Treiber hin zur Automatisierung. Neben dem reinen Umweltaspekt sorgen kompakte Lagersysteme wie Hochregal-, Kanal- oder Verschieberegallager durch reduzierte Energiekosten zudem für eine wirtschaftlichere Lagerhaltung.

Service, Flexibilität und Zuverlässigkeit wie auch Schnelligkeit und Nachverfolgbarkeit werden durch Lösungen von SSI Schäfer erfolgreich umgesetzt.

Mitarbeiterschutz. Zunehmende Arbeitsschutzstandards führen zu einer Effizienzreduktion des Personals. Dies gilt vor allem für den Kommissionierbereich: Die manuelle Kommissionierung ist einerseits sehr zeitintensiv und andererseits fallen in diesem Bereich bis zu 65 Prozent der gesamten Lagerkosten an. Modular konzipierte Systemkomponenten und ganzheitliche Lösungen gewährleisten optimale Prozessabläufe. Unter Berücksichtigung der extremen Umgebungseinflüsse – speziell im Tiefkühlbereich – werden die ergonomischen Arbeitsplatzbedingungen durch den Einsatz neuester Technologien und individueller Lösungen optimiert.

Preisdruck. Neben den hohen technischen Anforderungen an die logistischen Prozesse im Umgang mit temperaturgeführten Lebensmitteln bestimmen der zunehmende Preisdruck sowie politische Entwicklungen den Markt. Hier spielen Vereinbarungen und Absprachen zwischen Politik, Wirtschaft und Branchenverbänden eine wachsende Rolle, um einheitliche Standards zu etablieren und transparente Abläufe auch außerhalb der Lagerhallen zu ermöglichen.

Alles festgefroren?

Damit ist jedoch nichts festgefroren – die Tiefkühlintralogistik ist immer in Bewegung. Trends wie der Onlinehandel mit Lebensmitteln weiten sich auch auf Tiefkühlprodukte aus. Derzeit nehmen Bestellungen aus dem Internet und der individuelle Versand gefrorener Waren noch einen verschwindend geringen Anteil am Gesamtgeschäft ein. Eines ist aber sicher: Zukünftig werden sie neue Aspekte in die Logistik einbringen, die wiederum nach neuen intralogistischen Lösungen verlangen.