SCHWARZMÜLLER – Traumstart mit Power Line-Sattelzügen

R. Hartwig: Schwarzmüller zieht Großauftrag an Land. (Foto: Schwarzmüller)
R. Hartwig: „Der Zuwachs an Leistungsfähigkeit hat unseren bulgarischen Kunden überzeugt. Er wird seine Flotte von Anhängerzügen auf Sattelzüge der Power Line umstellen.“ (Foto: Schwarzmüller)

Der österreichische Hersteller von Lkw-Aufliegern und -Anängern, Schwarzmüller, zieht einen internationalen Großauftrag an Land. Über 60 Fernverkehr-Auflieger der neuen Power Line-Serie rollen bis März nach Bulgarien. Die Fahrzeuge kommen beim Hersteller von Kunststoffbehältern Gotmar in Saedinenie zum Einsatz. Sie werden dort hauptsächlich beim Getränketransport verwendet.

Der österreichische Hersteller von Lkw-Auflegern, – Hängern usw. hat einen Traumstart ins Jahr 2021 erwischt. Die Schwarzmüller Gruppe mit Sitz in Freinberg bei Schärding, hat nämlich für ihre neuen Fernverkehrsfahrzeuge der Power Line-Serie den ersten Großauftrag erhalten. Der bulgarische Hersteller von Kunststoffbehältern, Gotmar in Saedinenie, hat 60 Power Line Cargo bestellt. Die Fahrzeuge werden in Bulgarien vor allem für den Getränketransport eingesetzt. Sie sollen im Laufe des ersten Quartals 2021 ausgeliefert werden. „Der Zuwachs an Leistungsfähigkeit hat unseren bulgarischen Kunden überzeugt. Er wird seine Flotte von Anhängerzügen auf Sattelzüge der Power Line umstellen“, freut sich CEO Roland Hartwig, Geschäftsführer der österreichischen Fahrzeugherstellers heute, 20. Januar, gegenüber den Medien.

Auf Effizienz gesetzt

Gotmar gilt als einer der führenden Erzeuger von Getränkegebinden in Bulgarien, der auch Getränketransporte anbietet. „Dies ist eine Anwendung, die wir bei der Entwicklung der neuen Fahrzeuge vor Augen gehabt haben“, erläuterte R. Hartwig. Denn in dieser Branche kommt es auf rasche Be- und Entladung an, jede zusätzliche Palette zählt.

Gesteigerte Staplerlast, mehr Nutzlast. Mit beiden Anforderungen hat Power Line gegenüber Mitbewerbs-Lösungen gepunktet. Vor allem dürfte die um ein Drittel gesteigerte Staplerlast von 7,2 Tonnen die Bulgaren überzeugt haben. Sie ermöglicht die Arbeit mit größeren Flurfahrzeugen. In Verbindung mit dem Quickslider-Planenverschluss heißt dies zudem ein schnelleres Handling. Zusätzlich bietet die neue Auflieger-Serie nach Angabe von Schwarzmüller um etwa 800 Kilogramm mehr Nutzlast sowie einen Zugewinn von 30mm Innenhöhe. Die Fahrzeuge bieten daher mehr Palettenstellplätze und insgesamt auch mehr Transportvolumen gegenüber Standardgeräten.

Auslieferung bis Ende März. Der Geschäftsführer von Gotmar, Ivan Ivanov, bestätigte gegenüber den Medien, dass die Erfahrung von Schwarzmüller in Sachen Leichtbau sowie die konkreten Vorteile der Neukonstruktion den Ausschlag für die Investition gegeben haben. Über die Investitionssumme war nichts zu erfahren, jedoch will Schwarzmüller alle Fahrzeuge übergeben haben.

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Bulgarien als ein Hoffnungsmarkt

Schwarzmüller: Mit der neuen Fahrzeugfamilie Power Line sind die Österreicher gut ins Jahr 2021 gestartet und legen so den Grundstein für weitere internationale Erfolge. (Foto: Schwarzmüller)
Schwarzmüller: Mit der neuen Fahrzeugfamilie Power Line sind die Österreicher gut ins Jahr 2021 gestartet und legen so den Grundstein für weitere internationale Erfolge. (Foto: Schwarzmüller)

Mit diesem Auftrag wird der bulgarische Markt für die Österreicher immer interessanter. Das Marktvolumen beträgt dort rund 2.000 Einheiten pro Jahr. Damit ist Bulgarien vergleichbar mit Märkten wie etwa Ungarn oder die Slowakei. Dabei ist Schwarzmüller in diesem Balkanland schon seit 20 Jahren vertreten. Nach diesem Erfolg peilt R. Hartwig jedoch einen Marktanteil von mehr als zehn Prozent an. Verkauft werden hierbei derzeit vor allem Bau- und Infrastruktur-Fahrzeuge. Besonders gefragt sind vor allem Großraum-Kippmulden für den Getreidetransport. Mit dem positiven Start der Power Line in 2021 erhofft sich der österreichische Fahrzeughersteller zudem weitere internationale Erfolge im Bereich des Fernverkehrs.

Power Line – Internationale Markteinführung läuft

In zahlreichen EU-Märkten treibt der oberösterreichische Premiumhersteller derzeit die Einführung seiner neuen Produktinnovation voran. Die Power Line – Familie umfasst fünf verschiedene Fahrzeugtypen in mehr als 20 Varianten. Sie werden auf einer Plattform gebaut und orientieren sich an einem Ziel: Weniger Gewicht und mehr Leistung. „Durch unsere Kompetenz im Leichtbau können wir jedoch einen Schritt weiter gehen. Leicht alleine ist uns nicht mehr gut genug“, verspricht R. Hartwig. Dieses Versprechen komme in allen Märkten sehr gut an. Der Zusatznutzen sei der entscheidende Anreiz für die Transporteure.

CO2-Abgase können reduziert werden

Doch nicht nur der Kundennutzen der neuen Fahrzeugfamilie wird vom Unternehmen hoch eingeschätzt. Schwarzmüller kann auch durch den hohen Auftragsstand in diesem Segment die Produktion über mehrere Monate auslasten. Mit der Forcierung der neuen Fernverkehrsfahrzeuge gehe planmäßig die Nachfrage nach Standardfahrzeugen zurück. „Wir konzentrieren uns darum voll darauf, mit komplexen Fahrzeugen Mehrwert möglich zu machen. So heben wir uns vom Mitbewerb ab“, sagte Hartwig. Parallel zur höheren Produktivität reduzieren die Geräte die Abgase bei Leerfahrten um etwa zehn Prozent, so Schwarzmüller in einer Pressemeldung. Gleichzeitig sinken bei Vollladung die Emissionen durch die Einsparung von Transportfahrten. „Die neue Power Line ist ein Beitrag von Schwarzmüller, um den ökologischen Fußabdruck im Transport zu verbessern, ohne dass darunter die Produktivität leidet“, betonte R. Hartwig abschließend.

schwarzmueller.com


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