RLB-OÖ – Ex-Banker Ludwig Scharinger ist tot

Logistik-Förderer L. Scharinger ist tot. (Foto: RLB OÖ)
Raiffeisen Forum in Linz: Ludwig Scharinger war hier häufig Gala-Gastgeber des Österreichischen Logistiktages des VNL (Foto: RLB OÖ)

Nach schwerer Krankheit ist der einst mächtige Chef der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, Ludwig Scharinger, gestorben. In dieser Funktion war er Förderer des Logistikstandorts Oberösterreich und mehrfach Gala-Gastgeber des Österreichischen Logistiktages des Verein Netzwerk Logistik, VNL.

Ludwig Scharinger ist heute, 10 Januar 2018, um elf Uhr im Alter von 76 Jahren gestorben. Das berichten die Oberösterreichischen Nachrichten. Scharinger hatte sich nach einem Unfall bei einem Jagdausflug in Russland nicht mehr vollständig erholt.

Der einst sehr mächtige Spitzenbanker war 27 Jahre lang Vorstandschef der Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberbank. In dieser Funktion war er mehrfach Galaabend-Gastgeber für den Österreichischen Logistik-Tag des Verein Netzwerk Logistik (VNL) im Raiffeisen-Forum in Linz. Er galt auch als Förderer für den Logistikstandort Oberösterreich.

Vom Bauernsohn zum Spitzenmanager

Der gebürtige Mühlviertler sollte eigentlich den Hof in Anreit übernehmen. Nach einem Unfall drückte er jedoch die Schulbank, um seine Matura zu machen und Sozialwissenschaft zu studieren. 1972 begann er bei Raiffeisen und war von 1985 bis 2012 Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Dann übergab er seinen Posten an Heinrich Schaller. Bis 2012 war er außerdem Vorsitzender des Universitätsrates der Johannes-Kepler-Universität Linz.Neben dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich und der Ehrenring seiner Heimatgemeinde Arnreit verliehen.

Unglückliche Verstrickungen

Zu seinen unglücklichen Lebensabschnitten dürften seine angeblichen Verstrickungen rund um die BUWOG-Privatisierung  und den Linzer Terminal Tower zählen. Deswegen war er, neben Ex-Finanzminister Grasser, Mitangeklagter. Er war jedoch aufgrund eines schweren Schädel-Hirn-Traumas, das er sich bei einem Jagdunfall in Russland zuzog, verandlungsunfähig und daher nicht anwesend.

„Vielfältige Persönlichkeit“

Indess zeigt sich Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck tief betroffen über das Ableben des Ex-Bankers: „Mit Ludwig Scharinger ist ein Spitzenmanager, der nicht nur den oberösterreichischen, sondern den österreichischen Raiffeisensektor wesentlich geprägt hat, von uns gegangen. Wir verlieren mit ihm eine große und sehr vielfältige Persönlichkeit, die sich unermüdlich für die Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes eingesetzt hat.“ Ludwig Scharinger hinterlässt eine Frau und vier Töchter.

raiffeisen.at/ooe/rlb