PEAK SEASONS – Omnichannel-Lösungen machen den Handel fit

Peak Seasons – Black Friday, Weihnachten und andere saisonale Kaufantreiber sorgen insbesondere im Handel für volatile Märkte in Reinkultur: (Foto: fotoART by Thommy Weiss / www.pixelio.de)
Peak Seasons – Black Friday, Weihnachten und andere saisonale Kaufantreiber sorgen insbesondere im Handel für volatile Märkte in Reinkultur: (Foto: fotoART by Thommy Weiss / www.pixelio.de)

Peak Seasons – Die Dynamik des E-Commerce mit seinen vielen kleinteiligen Sendungen lässt sich vom Handel mittelfristig nur noch mit leistungsfähigen Omnichannel Logistikkonzepten bewältigen. Gefragt sind dabei vor allem intralogistische Gesamtlösungen aus flexiblen Modulen zur Bedienung sämtlicher Vertriebskanäle aus einem System, wie sie etwa der deutsche Intralogistikspezialist SSI Schäfer anbietet.

Alle Jahre wieder läuten Black Friday, Weihnachten oder Ostern inzwischen global die umsatzstarken Peak-Seasons im Handel ein. Die Zeiten, in denen diese Verkaufsaktion mit vielen Rabatten auf den Freitag nach Thanksgiving und ausgesuchte Produkte oder Produktgruppen beschränkt war, sind jedoch vorbei. Immer häufiger weiten die Anbieter ihre Verkaufsmaßnahmen und Rabattschlachten über eine ganze Black Week aus und gehen mit dem Cyber Monday und weiteren Angeboten nahtlos in die heiße Endphase des Weihnachtsgeschäfts über. Nach Weihnachten läuft das Umtausch-Business auf Hochtouren, gefolgt vom Winterschlussverkauf, der dann nahezu nahtlos ins Oster-Geschäft übergeht.

Peak Seasons – Kaufverhalten passt sich an Krisen an

In diesem Jahr setzen viele Einzelhändler auf einen größeren Lagerbestand. Sie haben früh bestellt, um im Gegensatz zum letzten Jahr genügend Vorräte zu haben. Vor allem in den USA und Asien rechnet die Branche zum Weihnachtsgeschäft traditionell mit einer erhöhten Nachfrage der Verbraucher. In Europa ist die Konsumlaune aufgrund der gestiegenen Energie- und Lebenskosten, der hohen Inflation sowie einer generellen Unsicherheit im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine teilweise eingetrübt. Mit der Rabattschlacht anlässlich des Black Friday und das nachweihnachtliche Umtauschgeschäft erwartet die Branche trotzdem eine erhöhte Nachfrage und Retouren, die es möglichst schnell und effizient zu bewältigen gilt.

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Für Standard- und Peak-Seasons muss Intralogistik flexibel sein

In der Kommissionierung und im Versand konnten saisonale Spitzen bisher über Umorganisationen im Lager aufgefangen werden. Nicht selten werden hierfür Schnelldreher-Pickzonen eingerichtet und das Personal aufgestockt. Der Personal- und Fachkräftemangel sowie der demographische Wandel macht den Handelsunternehmen allerdings zunehmend einen Strich durch die Peak-Seasons – Rechnung. Aber auch die Ausweitung von Rabattaktionen auf weite Teile des bestehenden Sortiments sowie saisonal zusätzlich eingekaufte Ware erhöht die Komplexität und Dynamik im Lager. Hinzu kommen Probleme im Nachschub durch Lieferschwierigkeiten oder Transportengpässe, Preisschwankungen sowie erhöhte Krankheitsausfälle im Lager.

Option – Automatisierung im Lager

Peak Seasons - Die Lösung beim Lebensmittelhändler Lotus’s in Thailand umfasst eine mehrgeschossige manuelle Pickanlage mit Kartondurchlaufregalen für die Lagerung von schnelldrehenden Artikeln und eine sämtliche Kommissionierzonen und Arbeitsplätze verbindende Karton- und Behälterfördertechnik sowie die Logistiksoftware WAMAS. (Foto: SSI / RS MEDIA WORLD Archiv)
Peak Seasons – Die Lösung beim Lebensmittelhändler Lotus’s in Thailand umfasst eine mehrgeschossige manuelle Pickanlage mit Kartondurchlaufregalen für die Lagerung von schnelldrehenden Artikeln und eine sämtliche Kommissionierzonen und Arbeitsplätze verbindende Karton- und Behälterfördertechnik sowie die Logistiksoftware WAMAS. (Foto: SSI / RS MEDIA WORLD Archiv)

Die einzige Option, diesen Herausforderungen wirtschaftlich zu begegnen, ist für die meisten Unternehmen daher nur noch die Investition in ihre Logistik-Automation, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Erfolgreich agierende E-Commerce- und Omnichannel-Händler haben daher schon jetzt ihre Lagerlogistik entsprechend zukunftsfähig aufgestellt. Um höhere Durchsätze erzielen zu können, haben sie ihre Lager-, Transport- und Kommissionierprozesse möglichst passgenau, flexibel und nachhaltig automatisiert. Der Druck auf die Branche, entsprechend nachzuziehen, wächst daher. Sie behelfen sich etwa damit, zumindest kurzfristig einen Teil ihrer Distribution an Fremddienstleister auszulagern.

Modular, kombinierbar, skalierbar und ganzheitlich

Mittelfristig gedacht ist das für die meisten jedoch nur eine Übergangslösung, die eigenen Peak Seasons abzudecken. Sie suchen sich daher Anbieter, welche ihnen adäquate Lösungen anbieten können. Der Markt dafür ist groß, wie etwa regelmäßig die LogiMAT in Stuttgart zeigt. Einer der wohl weltweit profundesten Anbieter solcher Logistik-Automationslösungen und intralogistischen Gesamtkonzepte dürfte SSI Schäfer mit Sitz in Neunkirchen (Siegerland) sein. Das Unternehmen hat nicht nur ein weltweites Unternehmensnetzwerk, sondern ist auch mit einer enormen Leistungsbreite ausgestattet, die es dem deutschen Intralogistikspezialisten erlaubt, auf faktisch jeden Kundenwunsch einzugehen. Die Produktpalette reicht dabei vom Lagerlift SSI LOGIMAT® über FTS-Lösungen ( FTS = Fahrerloses Transportsystem) und Robotik-Anwendungen. Hinzu kommen Hängefördertechnik-LÖsungen bis hin zur hochleistungsfähigen 3D-MATRIX Solution, einer hochmodernen Automatik-Lager Shuttle-Lösung. Und last but not least hat SSI Schäfer die eigene Software-Lösung WAMAS sowie SAP im Produktportfolio.

Peak Seasons Solution für Lebensmittelhändler Lotus’s in Thailand

Wie eine Peak Seasons Solution von SSI Schäfer etwa für das E-Commerce-Segment „Lebensmittel“ exemplarisch aussehen kann, zeigt sich etwa bei Lotus’s in Thailand. Das Unternehmen hat ein Netzwerk aus mehr als 2.000 Filialen und eine Online-Plattform, die mehr als 15 Millionen Kunden in Thailand erreichen. Um auf die wachsende Nachfrage und das Omnichannel-Konsumentenverhalten zu reagieren, hat der Hypermarkt-Lebensmittelhändler in seinem größten Stückgutverteilzentrum in Wang Noi, zusammen mit SSI Schäfer, ein innovatives Materialflusskonzept mit Teilautomatisierung umgesetzt. Das Hauptziel des Projekts war es, eine kosteneffizientere Lösung für die Stückgutlagerung und Einzelstückkommissionierung auf der bestehenden Grundfläche zu entwickeln. Damit sollten die Arbeitsproduktivität erhöht und die Aufträge effizienter abgewickelt werden können. Die implementierte Lösung beinhaltet eine mehrgeschossige manuelle Pickanlage mit Kartondurchlaufregalen für die Lagerung von schnelldrehenden Artikeln. Hinzu kommt eine sämtliche Kommissionierzonen und Arbeitsplätze verbindende Karton- und Behälterfördertechnik. Neben der Umrüstung der Hardware des Lagers wurden die gesamten Prozesse innerhalb der bestehenden Oracle WMS-Umgebung über eine IT-Schnittstelle in WAMAS integriert, ohne ein Re-Engineering für ein komplett neues WMS durchzuführen. Das Ergebnis ist eine flexible Logistiklösung vom Auftragsstart über die Kommissionierung und Versand-Sortierung, welche sowohl .

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Fust managt Peak Seasons mit Omnichannel-Lösung

Peak Seasons - Advanced Pick Stations von SSI Schäfer, hier im Einsatz bei Fust in der Schweiz. Sie stehen für ergonomisches, hocheffizientes Kommissionieren. (Foto: SSI / RS MEDIA WORLD Archiv)
Peak Seasons – Advanced Pick Stations von SSI Schäfer, hier im Einsatz bei Fust in der Schweiz. Sie stehen für ergonomisches, hocheffizientes Kommissionieren. (Foto: SSI / RS MEDIA WORLD Archiv)

Ein weiteres Beispiel, diesmal aus dem Segment des Elektrohandels, kommt aus der Schweiz. Um sich für das wachsende E-Commerce-Geschäft und den häufig auftretenden Peak Seasons zu rüsten, hat die Schweizer Coop-Tochter Fust in die Modernisierung und den Ausbau des Logistikstandorts Oberbüren im Kanton St. Gallen investiert. Fust gilt in der Schweiz als einer der größten Anbieter für Elektrohaushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Computer. Das Ziel dieser Investition war, die Lagerkapazitäten zu zentralisieren sowie das zuvor im Kern auf die Filialbelieferung ausgerichtete Logistikkonzept auf die geänderten Anforderungen sowohl im B2B als auch im B2C-Geschäft auszurichten. Zusammen mit SSI Schäfer hat das Unternehmen eine effiziente und vor allem flexible Omnichannel-Lösung realisiert. Diese hat sich insbesondere in der Corona-Pandemie mit dem rasanten Anstieg der Online-Bestellungen mit hoher Prozess- und Ausfallsicherheit bewähren können.

Eine ganzheitliche, flexible Lösung

In einer Bauzeit von nur zwei Jahren wurde die logistische Nutzfläche auf 50.000 m² verdoppelt. Parallel dazu sind die erforderlichen Lagerkapazitäten verdreifacht worden. Der skalierbare Lösungs-Mix besteht aus einem Behälterlager mit dem Einebenen-Shuttle-System SSI Cuby, einem Hochregallager, Lösungen für manuelle Bereiche sowie der Logistiksoftware WAMAS inklusive Warehouse Control System, um alle automatisierten Lagerressourcen sequenziert und synchronisiert zu steuern. Durch optimierte Prozesse konnte damit die Produktivität in der Kleinteilekommissionierung um beachtliche 40 Prozent gesteigert werden. Das Cuby leistet hierbei einen wichtigen Beitrag durch die passgenaue und effiziente Bereitstellung der Kommissionierbehälter an die Arbeitsplätze. Während zuvor für die Filialbelieferung und das Online-Geschäft zusammengefasst etwa 1.800 Versandpakete pro Tag produziert wurden, ist Fust nach seiner Investition in der Lage, für beide Absatzkanäle in Summe 4.000 Sendungen täglich auf den Weg zu bringen.

Kaufhaus-Betreiber Stockmann bewältigt Peak Seasons mit hochverfügbarer Logistik

Peak Seasons – Kaufhausbetreiber Stockmann wickelt sämtliche Lieferungen an Filialen und E-Commerce-Kunden aus einem hochautomatisierten Logistikzentrum im Großraum Helsinki ab. Das Sortiment umfasst Hängeware, Liegeware und weitere Artikel, die alle in dem automatisierten, multifunktionalen Distributionszentrum gelagert werden. (Foto: SSI / RS MEDIA WORLD Archiv)
Peak Seasons – Kaufhausbetreiber Stockmann wickelt sämtliche Lieferungen an Filialen und E-Commerce-Kunden aus einem hochautomatisierten Logistikzentrum im Großraum Helsinki ab. Das Sortiment umfasst Hängeware, Liegeware und weitere Artikel, die alle in dem automatisierten, multifunktionalen Distributionszentrum gelagert werden. (Foto: SSI / RS MEDIA WORLD Archiv)

Seit 2016 wickelt das finnische Einzelhandelsunternehmen Stockmann sämtliche Lieferungen an Filialen und E-Commerce-Kunden aus einem hochautomatisierten Logistikzentrum im Großraum Helsinki ab. Das Sortiment umfasst Hängeware, Liegeware und weitere Artikel, die alle in dem automatisierten, multifunktionalen Distributionszentrum gelagert werden. Die von SSI Schäfer entwickelte Anlage ist für einen Durchsatz von 55.000 Auftragspositionen mit 180.000 Einzelteilen pro Tag ausgelegt. Während die gesamte Hängeware über die energieeffiziente Hängefördertechnik transportiert und sortiert wird, hat SSI Schäfer für das flexible Handling der Liegeware die 3D-MATRIX Solution implementiert. Dabei handelt es sich um ein achtstöckiges Shuttle-Lager mit 130.500 Lagerplätzen für die doppelttiefe Lagerung und 45 Lifte für die parallele Ein- und Auslagerung von Behältern. Die angeschlossene Kommissionierzone für Liegeware beherbergt 9 Kommissionier-Arbeitsplätze. Die Kommissionierung der Hängeware ist auf drei Ebenen angeordnet und bietet Platz für über 350.000 Kleidungsstücke.

Skalierbarkeit inbegriffen

Die gesamte Lösung wurde mit Blick auf mögliche Erweiterungen konzipiert. Das bedeutet, dass das Layout des Lagers in der Lage ist, bei Bedarf weitere Anlagenteile sowohl für Hängeware als auch für Liegeware in das System zu integrieren, um dem Wachstum des Unternehmens und möglichen zukünftigen Veränderungen Rechnung zu tragen. Des Weiteren setzt Stockmann auf den umfassenden Wartungs- und Instandhaltungsservice „Schäfer Maintenance Philosophie (SMP)“ von SSI Schäfer, der sowohl bei saisonalen Verkaufsspitzen als auch bei der Abwicklung der täglichen Standardmengen unterstützt. Das Residence Maintenance (RM) Team von SSI Schäfer ist jeden Tag vor Ort, überwacht die Leistungsfähigkeit der Systeme und ist bereit, jede auftretende Herausforderung sofort zu lösen, um eine Unterbrechung der Anlage zu verhindern. In der Haupt- und Nebensaison sind fünf bis sechs RM-Mitarbeitende für Stockmann im Einsatz, in Spitzenzeiten wird das Team auf sechs bis acht Techniker:innen erweitert.

Peak Seasons – Gesamtlösungen erweisen sich als vorteilhaft

Mit Blick auf die Zukunft wird die Effizienz in der Abwicklung von Online-Bestellungen immer wichtiger, um den gestiegenen Anforderungen des Onlinehandels zu begegnen, denn die höheren Energie- und Einkaufspreise drücken zusammen mit den Transportkosten zunehmend auf den Gewinn der Einzelhändler. Dabei wachsen gerade diesee Kosten während der Peak Seasons überproportional an. Eine intralogistische Gesamtlösung zur Bedienung sämtlicher Vertriebskanäle aus einem System sind daher für Omnichannel-Anbieter eine adäquate Möglichkeit, solche Peak Seasons einerseits und den Normalbetrieb andererseits adäquat abzubilden. Unternehmen haben damit nämlich zu jeder Zeit Zugriff auf ihren gesamten Bestand und können jede Bestellung, unabhängig davon, ob sie aus der Filiale oder von einem E-Com-Kunden stammt, bedienen. Mit Hilfe leistungsfähiger und flexibler Automationslösungen lassen sich dabei Lager-, Transport- und Kommissionierprozesse effizient abwickeln und auch veränderte Anforderungen und saisonale Spitzen zuverlässig bewältigen. Ein wichtiger Vorteil für die Mitarbeitenden sind zudem ergonomische Arbeitsplätze mit IT-gestützten und intuitiv gestalteten Prozessen und die automatische Unterstützung bei besonders belastenden Tätigkeiten. Um höchste Verfügbarkeit der Systeme zu gewährleisten.

lotuss.com | fust.ch | stockmanngroup.com | ssi-schaefer.com

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