MAGNA INTERNATIONAL EUROPE – Michael Druml überraschend verstorben

M. Druml (Foto: Roland Ferrigato / RS Media World )
M. Druml: Sein überraschendes Ableben hinterlässt eine große Lücke bei Magna und in der österreichischen Logsitikszene. (Foto: Roland Ferrigato / RS Media World )

Wie vergangene Woche bekannt wurde, ist der renommierte  Chef-Logistiker von Magna International Europe, Mag. Michael Druml, während seines Aufenthaltes in Frankfurt völlig überraschend verstorben.

Am 20. August ist Mag. Michael Druml, Vice-President Procurement & Supply Chain bei Magna International Europe und Global Director SCM Magna Steyr, während seines Aufenthaltes in Frankfurt überraschend im Alter von 60 Jahren verstorben. „Mit Michael verlieren wir einen außergewöhnlichen Menschen, der uns nicht nur mit seinem umfassenden Knowhow in den Bereichen Beschaffung, Logistik, Einkauf und SCM-Systeme beeindruckt hat, sondern auch einen Kollegen, Mitarbeiter und Vorgesetzten, den wir vor allem auch wegen seiner menschlichen Qualitäten vermissen werden“, heißt es in einem Memo an die Mitarbeiter von Magna. Der gebürtige Kärntner hinterlässt Frau und Kinder. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Karriere eines Spezialisten

Der Liebhaber italienischen Lebens, M. Druml, war bis zu seinem Eintritt bei Magna Steyr im Jahr 2002 als Director Logistics bei DaimlerChrysler tätig. Beim Auftragsfertiger Magna übernahm der Betriebswirt sukzessive globale Verantwortung für die Bereiche Beschaffung, Logistik und Supply Chain Management. Sein Fokus lag dabei u.a.  im Lieferantenmanagement, im Materialfluss, beim Transport, der Bestandskontrolle, sowie Distribution und Zoll. Im Herbst 2018 übernahm er schließlich die Position des Vice-President Procurement & Supply Chain bei Magna International Europe.

Brexit als Herausforderung

M. Druml war weit über die Grenzen Österreichs als Koryphäe in Sachen Logistik, Supply Chain Management und Beschaffung bekannt. Als kompetenter Gesprächs- und Interviewpartner war der humorvolle Manager sehr gefragt. Neben seiner Begeisterung für die Logistik, lag ihm vor allem der Logistiker-Nachwuchs am Herzen, den er nicht nur bei Magna förderte, sondern weit darüber hinaus.  Zuletzt beschäftigten ihn jedoch auch die möglichen Folgen des Brexit im kommenden Oktober. Gerade für den Automobil-Zulieferer Magna International, aber auch für den Auto-Produzenten Magna in Steyr, ist der Ausstieg der Briten aus der EU eine große Herausforderung. Vor allem die Rechtsunsicherheiten bei einem Chaos-Brexit machen die Planung der Supply Chains von und nach Großbritannien nahezu unmöglich.

magna.com/de

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