LOGISTIK-ZUKUNFT – Mit der richtigen Strategie den Wandel meistern

Logistik-Zukunft – Der Deutsche Logistikkongress in Berlin hat den disruptiven Wandel verdeutlicht, in dem die Transport- und Logistikbranche steckt. Treiber sind dabei die digitale Transformation einerseits, aber auch so Megatrends wie der Klimawandel. Die Branche ist verunsichert, auch befeuert durch die Coronakrise, die noch nicht beendet ist. Doch gibt es Zukunftsstrategien, mit denen auch hier der Wandel gelingen kann.  

Wer Ende Oktober  auf dem Deutschen Logistikkongress (DLK) 2021 in Berlin war, den die Bundesvereinigung Logistik jährlich veranstaltet, spürte den Wandel der Branche geradezu physisch. Die Transport- und Logistikbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Wie viele andere Wirtschaftszweige ist sie von der weltweiten digitalen Transformation und volatilen Lieferketten betroffen. Erschwert wird das Ganze durch Grenzschließungen, Nachfragerückgänge und Produktionsausfälle in der noch immer andauernden Corona-Pandemie. In einem anlässlich der UNO-Vollversammlung in New York veröffentlichten Brief warnen internationale Transportverbände sogar vor einem Zusammenbrechen der weltweiten Lieferketten. Zugleich hat beispielsweise das Wachstum des Online-Handels während der Coronakrise gezeigt, wie wichtig die Logistik-Branche für die Ökonomien weltweit ist.

Anpassungsfähigkeit gefragt

Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind dabei Schlüsselthemen für die Fähigkeit der Logistik, sich raschen Veränderungen anzupassen. So erwarten B2C- wie B2B-Kunden gleichermaßen Transparenz in Echtzeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit. Gleichzeitig verändern sich Lieferketten weltweit, verschwinden einerseits gänzlich von der Bildfläche, um anderen Orts wiederaufgebaut zu werden. Vor diesen Hintergründen wird die Resilienz der Supply Chains gegenüber Störungen immer wichtiger.

Logistik-Zukunft bringt Wandel im Wettbewerb

Auch das Wettbewerbsumfeld in der Logistikbranche unterliegt einem grundlegenden Wandel. Neue Player wie zum Beispiel digitale Transportplattformen drängen auf den Markt. Zugleich werden immer mehr nachhaltige Lösungen entwickelt, beispielsweise für die urbane Distribution. Operative Exzellenz und Kosteneffizienz müssen dabei die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sichern und gleichzeitig einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten – etwa in Form besser ausgelasteter Fahrzeuge, Flotten mit alternativen Antrieben etc. Digitale Tools und Plattformen können effektiv dazu beitragen, Ressourcen zu schonen. Beispiele hierfür sind energiesparendes Fahren und/oder die Vermeidung von Leerfahrten.

Ökologisierung der Logistik

Laut dem E-Shopper Barometer von DPD noch vor der Coronapandemie achteten im Durchschnitt 46 Prozent der Verbraucher beim Kauf auf den Umweltaspekt. 69 Prozent wären sogar bereit, für klimafreundliche Produkte und Services mehr zu bezahlen. Vor dem Hintergrund aktueller Umwelt- und Wetterereignisse ist das Bewusstsein dafür beim Verbraucher weiter gewachsen. Die EU strebt daher folgerichtig bis 2050 eine Verringerung der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen von 60 Prozent gegenüber den Werten von 1990 an.

Transparenz als Schlüssel zu Logistik 4.0. Neben der Verwendung alternativer Kraftstoffe können besser ausgelastete Lkw, die Vermeidung von Leerfahrten sowie kürzere Stand- und Wartezeiten bei der Be- und Entladung dazu beitragen, den Verbrauch von endlichen, fossilen Rohstoffen und die Menge an CO2-Emissionen rund um Frachtdienstleistungen zu reduzieren. Der Schlüssel zur Logistik-Zukunft und gleichzeitig Herausforderungen, die es in diesem Kontext zu adressieren gilt, ist die Transparenz entlang der gesamten Supply Chain. Diese bezieht sich dabei nicht nur alleine auf Ressourcenverbräuche und Emissionen. Arbeitnehmerbelange gehören ebenso dazu. Es geht zudem um die Verzahnung von Nachhaltigkeits- und Unternehmensstrategien. Denn zu wenig ambitionierte Ziele ohne langfristige Zeithorizonte sowie die lückenhafte Umsetzung entsprechender Initiativen schaden mehr, als dass sie nützen.

Big Data senkt Risiken

Die Nutzung von Big Data ist somit die Säule der sogenannten Logistik 4.0. Hier sind Analysen, Daten und Machine Learning miteinander verflochten und ergänzen sich gegenseitig. Ihr entscheidender Vorteil ist, dass die Sammlung und die Analyse von Daten, die Administration betrieblicher Prozesse erleichtern. Sie ermöglichen es außerdem, Prognosen über Kundenbedürfnisse und -präferenzen sowie Markttrends zu erstellen. Durch den Einsatz von Big Data in der Logistikbranche wird daher das Risiko eines Warenmangels oder -überschusses im Lager durch eine bessere Verteilung der Ressourcen verringert. Zugleich verbessern sich Kundendienstprozesse. Beispielhaft und aktuell lässt sich etwa belegen, dass der Einsatz von Big Data für die Aufrechterhaltung der Kühlkette in der Pharmaindustrie Unterbrechungen bei der Lieferung von Impfstoffen verhindert. Wenn also  unkontrollierbare Variablen wie Wetterveränderungen oder Verkehrsprobleme einer Analyse unterzogen werden (können), sinkt das Risiko von Produktschäden an Covid19-Impfstoffen um bis zu 30 Prozent.

Digitales Prozessmanagement bis zur letzten Meile

Als international erfahrener Experte für Logistiksoftware bieten Lösungsanbieter wie beispielsweise BluJay Solutions Anwendern verschiedene Lösungen an, die die Logistik-Zukunft und ihre Herausforderungen gezielt adressieren. Beispielsweise lässt sich mithilfe der SaaS-Lösung Augmented Global Trade Plattform via Augmented Intelligence das Zoll- und Compliance Management von Unternehmen im globalen Handel stärken. „Mit Lösungen wie unserem Anbieterportal TMS, das Unternehmen mehr Kontrolle und Transparenz bei der Bezahlung eingehender Fracht verschafft, oder der MobileSTAR Driver App, die eine nahtlose Kommunikation zwischen Disponenten und Fahrern gewährleistet, unterstützen wir gezielt Unternehmen entlang der Supply Chain bei der Digitalisierung ihrer Workflows“, erklärt Siegfried Mänzel, Geschäftsführer bei BluJay Solutions im Gespräch. „Dadurch stellen wir im Interesse aller Akteure, vom Hersteller über den Händler, Frachtdienstleister bis hin zum Endabnehmer, zentrale Weichen für Wachstum und Prozesseffizienz in der Logistik von morgen.“

Logistik-Zukunft – Digitalisierung alleine reicht nicht

Natürlich reichen Digitalisierungstechnologien und Big Data alleine nicht aus, Unternehmen auf die Logistik-Zukunft vorzubereiten. Es bedarf einer genauen Standortbestimmung und Analyse des Unternehmens, bevor Transformationsstrategien umgesetzt werden können. Technologien können daher grundsätzlich nur Hilfsmittel sein, um die Zukunft zu meistern. Und die dürfte durch auch höhere Kosten bestimmt sein.

Logistik wird teurer. So geht man im Expertenkreis der Initiative „Prognose zur Entwicklung der Logistik in Deutschland“ grundsätzlich davon aus, dass die Logistik für die meisten Branchen grundsätzlich teurer wird. “Mit Preissteigerungen, die deutlich sein dürften, ist zu rechnen”, heißt es in der beim DLK in Berlin Prognose. Auch auf die Preise von Endprodukten wird dies eine Auswirkung zeigen, wenngleich die Logistik nicht der Treiber der Preissteigerungen an der Ladentheke ist. Der Anteil am Gesamtpreis der meisten Produkte ist auch zu gering, um die derzeit deutlich zu spürende Inflationsrate zu erklären.

Investitionen unumgänglich. Insbesondere werden die Transportkosten zulegen. Dafür sind nicht nur die Personal- und Treibstoffkosten verantwortlich (letztere werden tendenziell im Vergleich zu 2021 nicht stark zulegen), sondern auch Kapazitätsengpässe und die höhere Komplexität aufgrund kleinerer Sendungen. Das Horten von Waren auf den Handelsstufen und in der Beschaffung wird in 2022 noch Bestand haben, wodurch die entsprechenden Kosten gleichermaßen zulegen wie die Warehousing-Kosten. Diese erfahren tendenziell noch weitere Kostenzunahmen durch die höheren Bau- und Flächenkosten. Insofern ist es unumgänglich, mit Hilfe von modernen Technologien, mehr Effizienz in die Supply Chains zu bringen.

BluJay Solutions in Kürze

Der digitale Lösungsanbieter ist Teil von E2open und hilft nach eigenen Angaben Unternehmen auf der ganzen Welt dabei, „Spitzenleistungen in der Logistik und der Handels-Compliance zu erzielen“. Durch ein Zusammenwirken aus Daten, Netzwerken und Applikationen unterstützt diese „DNA-Plattform“ die reibungslose Supply Chain Tausender weltweit führender Hersteller, Einzelhändler, Distributoren, Spediteure, Zollagenten, Frachtführer und Logistikdienstleister.

blujaysolutions.com

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