LHOF – Bühne frei für Rolf Schnellecke

Im Rahmen einer glanzvollen Gala im Bundesministerium für Verkehr in Berlin wurde Rolf Schnellecke in die Logistics Hall of Fame aufgenommen. Der ehemalige Oberbürgermeister von Wolfsburg und Konzernchef der Schnellecke Group wurde von der LHOF -Jury (darunter Hans-Joachim Schlobach) für seine Verdienste in der Transportwirtschaft geehrt. Prof. Schnellecke gilt als Erfinder der Mehrwertlogistik in der Automobilwirtschaft, die aber über sämtliche Branchen hinweg unter dem Schlagwort „Value added Services“ im Transport Einzug fand.

Es war eine glanzvolle Bühne für Professor Rolf Schnellecke, denn noch nie waren so viel Gäste anwesend, wie an diesem 5. Dezember. Sie waren der stilvolle Rahmen für die Aufnahme des Automobillogistikers in die Logistics Hall of Fame.  Mehr als 250 Ehrengäste, darunter Spitzen der Automobilindustrie und -logistik, begleiteten den Aufsichtsratsvorsitzenden der Wolfsburger Schnellecke Group und feierten im historischen Erich-Klausener-Saal des Bundesverkehrsministeriums den neuen „Hall of Famer“. Sie spendeten Standing Ovations als R. Schnellecke die Mitgliederurkunde aus Glas und Metall entgegennahm.

Visionäre der Logistik

„Die Mitglieder Hall of Fame sind Visionäre, Impulsgeber und Pioniere. Sie haben mit ihren Ideen, ihren Innovationen, ihrem Unternehmertum und ihrem Mut die Logistik auf der ganzen Welt optimiert und vorangetrieben, für Wachstum und Wohlstand gesorgt. Professor Rolf Schnellecke hat mit Weitblick und Entschlossenheit insbesondere die Logistik der Automobilindustrie auf ein neues Niveau gehoben. Dafür gebührt ihm unser Dank und Respekt“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Die Mitglieder Hall of Fame sind Visionäre, Impulsgeber und Pioniere. Sie haben mit ihren Ideen, ihren Innovationen, ihrem Unternehmertum und ihrem Mut die Logistik auf der ganzen Welt optimiert und vorangetrieben, für Wachstum und Wohlstand gesorgt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

Logistics Hall of Fame 2018 (Foto: Friedrich Bungert/LHOF)
Aufnahme von Rolf Schnellecke in die Logistics Hall of Fame (Foto: Friedrich Bungert/LHOF)

„Mehrwertlogistik für die Automobilindustrie“

Die Laudatio auf das neue Mitglied hielt Prof. Dr. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Er würdigte in seiner Rede die Pionierleistung des 74-jährigen Wolfsburgers: „Als erster Spediteur übernahm Schnellecke 1990 Montagearbeiten im Rahmen der VW-Produktion. Er hat diese Form der Zusammenarbeit zum Markenzeichen entwickelt: Mehrwertlogistik für die Automobilindustrie.“ In weiteren kurzweilen Talks ließen VDA-Präsident Bernhard Mattes, VW-Konzernlogistiker Thomas Zernechel und Schnellecke-CEO Nikolaus Külps die Geschichte des Logistikoutsourcings Revue passieren und diskutierten über die Meilensteine sowie Geschäftsmodelle der Zukunft.

34. Hall of Famer

Rolf Schnellecke, der zehn Jahre Oberbürgermeister in Wolfsburg war, ist das 34. Mitglied der Logistikruhmeshalle. Er wurde unter 25 Kandidaten aus Australien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Serbien, der Schweiz und den USA von 60 internationalen Juroren gewählt; darunter auch Hans-Joachim Schlobach. Er unterstützt die LHoF seit sieben Jahren aktiv mit seinem RS Verlag, seinem Know-how, seinem Magazin BUSINESS+LOGISTIC und seiner Wissens- und Business-Plattform blogistic.net.

Ein illustrer Kreis LogistikheldInnen. Weitere Mitglieder der Logistics Hall of Fame sind unter anderem Amazon-Chef Jeff Bezos, der UPS-Gründer James Casey sowie Fedex-Gründer Frederick Smith, der Schweizer Logistikmäzen Klaus-Michael Kühne, die Kontraktlogistik-Pioniere Heinz Fiege und Hugo Fiege, der Fraunhofer-Forscher und deutsche IoT-Papst Prof. Dr. Michael ten Hompel und die österreichische Logistik-Unternehmerin Heidi Senger-Weiss. Postum in die prominente Runde aufgenommen wurden unter anderem die Post-Pioniere von Thurn und Taxis, Lkw-Erfinder Gottlieb Daimler, Gottfried Schenker als Pionier des Bahnsammelverkehrs, die Fließband-Erfinder Henry Ford und Ransom Eli Olds, der Erfinder des Gabelstaplers Eugene Clark sowie Malcom McLean, Vater der Containerisierung, und der japanische Toyota-Manager Taiichi Ohno, Erfinder des Just in Time-Konzeptes.

Die Logistics Hall of Fame

Die Logistics Hall of Fame zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich um die Weiterentwicklung von Logistik und Supply Chain Management außergewöhnlich verdient gemacht haben. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur und wird unterstützt von zahlreichen Verbänden und Unternehmen, darunter der Duisburger Hafen (duisport), Palettenspezialist Chep, Logistikdienstleister Gebrüder Weiss, Intralogistiker Still, Immobilienentwickler Panattoni, Mobilitäts- und IT-Spezialist PTV Group sowie die Nutzfahrzeughersteller Traton und Humbaur. Auch der RS Verlag mit BUSINESS+LOGISTIC und blogistic.net unterstützt die Initiative schon seit sieben Jahren aktiv. Hans-Joachim Schlobach ist Jury-Mitglied. Er schlug Heidegunde Senger-Weiss zur Aufnahme in die Ruhmeshalle vor, die 2016 als erste Frau aufgenommen wurde.

logisticshalloffame.net

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