KONTAKTLOS – Einkaufsfreuden im steirischen Spezialitäten-Shop

Andreas Höcher, Geschäftsführer Kreisler (Foto: Kreisler / RS Media World Archiv)
Andreas Höcher, Geschäftsführer Kreisler, bietet jetzt kontaktlose Einkaufserlebnisse in seinem Spezialitäten-Lebensmittel-Shop (Foto: Kreisler / RS Media World Archiv)

Kontaktlos: Ein völlig neuartiges Erlebnis beim Lebensmitteleinkauf bietet sich jetzt im Spezialitätengeschäft Kreisler in St. Veit in der Südsteiermark. Es ist Österreichs erster, digitaler Retail-Shop für regionale Lebensmittelprodukte. Die Technik dafür kommt ebenfalls aus Österreich.

Er ist ein Greißler der Neuzeit, das Unternehmen heißt Kreisler und es befindet sich in St. Veit in der Süd-Steiermark..

Kontaktlos shoppen gehen

Dieser Lebensmittel-Einzelhändler gehört zu den vielen kleineren und mittelständischen Nahversorgern, welche sich auf regionale Produkte spezialisiert haben. Das Lebensmittelangebot besteht dabei aus steirischen Spezialitäten, vom Kernöl über Schinken bis hin zu Milchprodukten, Wein usw. Kreisler ist somit ein wichtiges Glied der steirischen Nahversorgungsketten und – Infrastruktur im westlichen Vulkanland.

Bei Kreisler in der Südsteiermark ist die Zukunft der regionalen Lebensmittelversorgung kontaktlos (Foto: Kreisler / RS Media World Archiv)
Bei Kreisler in der Südsteiermark ist die Zukunft der regionalen Lebensmittelversorgung kontaktlos (Foto: Kreisler / RS Media World Archiv)

Die Zukunft des LEH ist kontaktlos. Doch ansonsten hat Kreisler in St. Veit nichts mit den Handelsfilialen anderer Lebensmitel-Einzelhändler gemein. Was ihn nämlich von diesen unterscheidet, ist, dass der Einkauf für den Kunden völlig kontaktlos über die Bühne geht. Hier wird über Terminals mittels Fingertipp bestellt und dort auch bezahlt: in bar oder mit Karte. Auch sonst gleicht dieser Nahversorger mehr einer Tankstelle oder einem Drive in, denn vor dem Shop können auch Elektroautos während des Einkaufs Strom tanken: reinfahren, aufladen, einkaufen, einladen und wegfahren. Derzeit läuft die „Lebensmittel-Tanke“ nur im Tagesbetrieb, künftig soll man hier jedoch 24×7 Stunden frische Produkte aus der Region beziehen können. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist diese Form des Lebensmitteleinkaufs somit wohl auch die mit Abstand risikoloseste in Österreich.

Robotik aus der Steiermark

Mit dem digitalen Store-System Project RetailCX  kaufen Kunden kontaktlos ein. (Foto: Knapp/KHT)
Mit dem digitalen Store-System Project RetailCX kaufen Kunden kontaktlos ein. (Foto: Knapp/KHT)

Möglich wird das kontaktlose Lebensmittel-Einkaufserlebnis durch Project RetailCX des Logistik-Automationsspezialisten Knapp in Hart bei Graz und dessen Tochter KHT. Die Ingenieure der Hightech-Unternehmen entwickelten dieses konfigurierbare Store-System, um die Nahversorgung mit Lebensmitteln einerseits hygienisch und rund um die Uhr zu gewährleisten. Das System besteht dabei aus einem Kommissionier-Roboter, interaktiven Bildschirmen und einem Regalsystem. Den Kern bildet jedoch der Roboter, der im Kühlhaus der Firma Kreisler regionale Produkte ein- und auslagert. Mit einer Länge von über 20 Metern und einer Kapazität von bis zu 6.400 Produkten ist dies der erste High-Tech Spezialitäten-Shop in Österreich.

Kontaktlos: Besonderes Einkaufserlebnis. Damit wird der Lebensmitteleinkauf zu einem ganz besonderen Erlebnis für den Kunden. Das ist auch das Ziel dieser Entwicklung. „Mit unserem In-Store-System Project RetailCX möchten wir Kunden begeistern und ihren Einkauf so angenehm gestalten, dass sie immer wieder gerne in den Shop zurückkehren“, bestätigt Christian Bauer, Geschäftsführer der KHT, ein Tochterunternehmen der Knapp AG, gegenüber blogistic.net und weiter: „Mit diesem Projekt eröffnen wir uns zudem ein ganz neues Geschäftsfeld. Kreisler ist unser erstes realisiertes Projekt dazu.“

Mit unserem In-Store-System Project RetailCX möchten wir Kunden begeistern und ihren Einkauf so angenehm gestalten, dass sie immer wieder gerne in den Shop zurückkehren.

Christian Bauer, Geschäftsführer KHT

„Unser Projekt hält die Wertschöpfung in der Region…“

„Ein autarker Nahversorgungspunkt in der Südsteiermark spielt gerade jetzt eine wichtige Rolle für die ländliche Infrastruktur“, sagt der Geschäftsführer Andreas Höcher. Den heimischen Produzenten in der Südsteiermark stellt Kreisler eine hochmoderne Infrastruktur zur Verfügung, die langfristig Arbeitsplätze erhält und vollkommen neue Vertriebswege öffnet – auch für die Zeit nach der Krise. „Unser Projekt hält die Wertschöpfung in der Region, garantiert kurze Versorgungswege und stellt die Spezialitäten unserer lokalen Lebensmittelwirtschaft in eine zeitgemäße, umweltfreundliche Auslage.“

kreisler-steiermark.at/de

knapp.com

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