JUNGHEINRICH – 60 Jahre Stapler in Österreich

(Foto: Rainer Sturm / www.pixelio.de)
(Foto: Rainer Sturm / www.pixelio.de)

Vor 60 Jahren gründete der Hamburger Spezialist für Intralogistiklösungen und Flurförderzeuge, Jungheinrich, seine erste Auslandsniederlassung – ausgerechnet in Österreich. Von Nostalgie war bei der 60-Jahr-Feier im Naturhistorischen Museum jedoch wenig zu spüren. Dafür aber von Aufbruch.

60 Jahre Intralogistikkompetenz in Österreich | Foto: Jungheinrich

Als am 11. April 1956 in Wien der „Gesellschaftervertrag zur Gründung der F. Jungheinrich Gesellschaft m.b.H.“ unterzeichnet wurde, dachte wahrscheinlich niemand daran, dass die Hamburger einmal weltweit im Konzert der Flurförderzeughersteller eine tonangebende Geige spielen würden. Auch nicht Firmengründer Friedrich Jungheinrich, der erst knapp zwei Jahre zuvor, am 7. August 1953, seine „H. Jungheinrich & Co. Maschinenfabrik“ in Hamburg zum Leben erweckte. Denn noch überall waren die Nachwirkungen des zweiten Weltkrieges zu spüren, der erst am 8. Mai 1945 in Europa beendet wurde. Doch in Deutschland und Österreich, das nur wenige Monate vorher selbst die Besatzungszeit durch die Alliierten hinter sich lassen konnte, war eine große Aufbruchstimmung die treibende Kraft. Die Menschen krempelten die Ärmel hoch und wollten die Vergangenheit hinter sich lassen.

„Sechs Jahrzehnte Firmengeschichte in Österreich haben Jungheinrich zum Marktführer nach Stückzahlen gemacht.“
Dr. Lars Brzoska

(Foto: Jungheinrich)
Lars Brzoska designierter Vorstandsvorsitzender von Jungheinrich.(Foto: Jungheinrich)

„Mach man!“

Von Anfang an stellte F. Jungheinrich das Know-how und die Eigenverantwortung seiner Mitarbeiter in den Vordergrund und setzte viel mehr auf den Dialog. Das war in den 1950ern und 1960ern ungewöhnlich, denn damals führten viele Firmeninhaber ihr Unternehmen noch sehr direkt und streng hierarchisch. Der Pionier F. Jungheinrich delegierte hingegen Verantwortung, gab seinen Mitarbeitern Freiräume in ihrer Arbeit, förderte und forderte unternehmerisches Denken und Handeln. Scherzhaft kolportierte man damals bei Jungheinrich die Führungsanweisung Nummer eins: „Mach man!“ Denn nur wer dem Wortsinn nach die Dinge anpackt, übernimmt Verantwortung gegenüber seinen Kunden und für sich selbst.

Mehrfach prämiert

Das sind bis heute die Voraussetzungen für technische Innovationen und exzellente Produkte. Von der Erfindung des Jungheinrich-Schubmaststaplers Retrak® über die breite Einführung der Drehstromtechnologie bei Flurförderzeugen bis hin zu dem Einsatz aussichtsreicher und nachhaltiger Zukunftstechnologien, beispielsweise Lithium-Ionen-Batterien in Niederhubwagen – was Jungheinrich-Ingenieure entwickeln, verspricht Erfolg. Nicht umsonst wurden etliche Geräte aus Hamburg in der jüngsten Vergangenheit mit dem IFOY-Award prämiert (IFOY = International Forklift Truck of the Year), in dessen Jury BUSINESS+LOGISTIC exklusiv für Österreich vertreten ist. Die Testergebnisse und Prämierungen finden Sie in unserem Testatlas.

(Foto: RS Media World / Jan Gott)
A. Ausweger: „Es mir nicht aus, dass wir einen guten Service und Kundendienst abliefern. Jungheinrich ist eine Premiummarke. Darum müssen es auch ein Premiumservice und ein Premiumkundendienst sein.“ (Foto: RS Media World / Jan Gott)

Marktführer in Österreich

„Sechs Jahrzehnte Firmengeschichte in Österreich haben Jungheinrich zum Marktführer nach Stückzahlen gemacht“, sagte Dr. Lars Brzoska, Vorstand Marketing & Sales, der zum Jubiläum von Hamburg nach Österreich gereist war, im Rahmen der Jubiläums-Pressekonferenz. Und in der Tat: Rund 12.000 Kunden und etwa 30.500 Fahrzeuge sprechen hier eine deutliche Sprache. Ein Netzwerk mit vier Standorten in Wien, Lieboch, Sattledt sowie Dornbirn, knapp 270 Mitarbeitern und 140 Kundendiensttechnikern sorgen dabei für höchste Servicelevels der Premium-Marke. Weltweit behaupten die Hamburger jedoch Rang 3 im Konzert der Flurförderzeug- und Intralogistiklösungsanbieter. Dabei entwickelt man sich besonders in Russland und konnte sich auch mit verschiedenen Joint Ventures auf dem schwierigen Markt in China und Südost-Asien behaupten.

Schiffsglocke für Kapitän

Am 7. April feierte Jungheinrich Austria nun, gemeinsam mit 170 Kunden, sein 60-jähriges Bestehen in Österreich im Naturhistorischen Museum. L. Brzoska hielt im Rahmen der Gala eine Laudation, welche die enge Verbundenheit der Hamburger speziell zu Österreich und dem Standort Wien zum Inhalt hatte. Er überreichte Gastgeber Andreas Ausweger, Geschäftsführer von Jungheinrich Austria, daher auch eine Schiffsglocke. Dies sei eine alte Hamburger Tradition bei solchen Jubiläen. Sie soll den Kapitän bei der Bewältigung auch stürmischer Herausforderungen unterstützen, den Kurs zu halten. Dass man in Hamburg und Wien von einer positiven Entwicklung in der Zukunft ausgeht, zeigt sich auch in den Investitionen, die für den Ausbau des Wiener Standorts in den letzten Jahren. Schon alleine damit sieht man sich mit seiner Kompetenz in der Intralogistik für zukünftige Herausforderungen gut gerüstet. „Das Markenversprechen Machines. Ideas. Solutions. signalisiert zudem das Bestreben des Unternehmens nach Verantwortung gegenüber seinen Kunden und für sich selbst“, sagt A. Ausweger hierzu abschließend.

www.jungheinrich.at