JT ENERGY – In Freiberg entsteht ein 25 Megawatt Recycling-Batteriespeicher

JT Energy - Im sächsischen Freiberg entsteht ein stationärer 25-Megawatt-Speicher mit wiederverwerteten Lithium-Ionen-Batterien. (Grafik: JT Energy / RS MEDIA WORLD Archiv)
JT Energy – Im sächsischen Freiberg entsteht ein stationärer 25-Megawatt-Speicher mit wiederverwerteten Lithium-Ionen-Batterien. (Grafik: JT Energy / RS MEDIA WORLD Archiv)

In Freiberg baut JT Energy Systems bis November 2022 einen 25 Megawatt Batteriespeicher. Es wird der bis dahin größte Batteriespeicher Sachsens. Als Speicherelemente werden dabei bereits gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien verwendet. Von der Wiederverwertung versprechen sich die Sachsen eine CO2-neutrale, intelligente Vernetzung von Elektromobilität und Energiewende. Die Umsetzung des Projektes erfolgt durch die Großbatteriespeicherexperten der lokalansässigen Tricera Energy.

JT Energy Systems verleiht gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien ein zweites Leben und fertigt zukünftig CO2-neutrale Batterien: Das Joint Venture von Jungheinrich und Triathlon baut im sächsischen Freiberg einen hochflexiblen Batteriespeicher mit einer Spitzenleistung von 25 MW. Die Anlage gilt als die derzeit größte ihrer Art im Freistaat Sachsen und als eine der leistungsfähigsten in der Bundesrepublik Deutschland.

Wiederverwertung gebrauchter Li-Ionen-Batterien

Der Großspeicher besteht dabei unter anderem aus gebrauchten Lithium-Ionen-Batteriemodulen, die nach ihrem Einsatz im Elektrostapler und dem Automotive-Bereich hier weiterverwendet werden. Perspektivisch wird der Batteriespeicher dazu verwendet, um anfragespezifisch 100 Prozent CO2-neutrale Batterien am Standort herzustellen. Aufgabe der Megabatterie ist die Zwischenspeicherung von regenerativem Strom und die Stabilisierung des Stromnetzes im Freistaat Sachsen. Dies wird durch die Bereitstellung von dringend notwendiger Spitzenleistungsenergie erreicht. Die Umsetzung des Projektes erfolgt durch die Großbatteriespeicherexperten der lokalansässigen Tricera Energy. Mit dem ambitionierten Projekt wollen die beteiligten Unternehmen die Energiewende in Deutschland vorantreiben. Gleichzeitig wird durch dieses Projekt deutlich, wie groß die Potentiale sind, die in der intelligenten Vernetzung von Elektromobilität und Energiewende liegen. Gerade der strukturarme Osten Deutschlands könnte davon besonders profitieren. Gleichzeitig kann auf diese Weise auch das große Knowhow in Ostdeutschland hinsichtlich einer effizienten und sparsamen Ressourcennutzung im Sinne der Kreislaufwirtschaft genutzt werden.

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Nachhaltiger Beitrag zur Energiewende

Die Weiterverwendung von Lithium-Ionen-Batterien nach ihrem jahrelangen Einsatz in Elektrofahrzeugen ist ein besonders effizienter, nachhaltiger und ressourcenschonender Beitrag zur Energiewende. Die gebrauchten Energiemodule werden dabei von der JT Energy Systems klassifiziert und bei Bedarf aufgearbeitet, um eine maximale Nutzungsdauer der verwendeten Ressourcen sicherzustellen. Aufgrund des seit Jahren stark steigenden Anteils von Elektrofahrzeugen mit Lithium-Ionen-Batterien rechnet JT Energy Systems in Zukunft mit einer wachsenden Anzahl an Batteriekapazitäten, die für ein zweites Leben in stationären Speichern genutzt werden können. „Die Elektromobilität boomt“, weiß Reinhild Kühne, Geschäftsführerin der JT Energy Systems. Und in der Tat: Weltweit sind bereits mehrere Million Elektrofahrzeuge der unterschiedlichsten Bauart mit Li-Ionen-Antrieb im Einsatz: vom Gabelstapler bis zum Automobil. Lithium-Ionen-Batterien sind dabei, gegenüber den bewährten Blei-Säure-Batterien, besonders langlebig. Sie können meist länger genutzt werden als die Fahrzeuge, denen sie viele Jahre als Energiequelle dienen. Zudem sind sie wartungsarm. „Stationäre Energiespeicher wie der in Freiberg sind daher die logische Konsequenz, um Lithium-Ionen-Batterien für ein zweites Leben zu nutzen und damit einen wesentlichen Beitrag für die Energiewende zu leisten“, so R. Kühne gegenüber den Medien.

Fertigstellung November 2022

Der Batteriegroßspeicher wird von dem lokal ansässigen Partnerunternehmen Tricera Energy GmbH geplant und gebaut, die Fertigstellung ist für Herbst 2022 geplant. Das Unternehmen ist auf stationäre Speichertechnik und Industriespeicherlösungen spezialisiert. JT Energy Systems und die Gesellschafter Jungheinrich und Triathlon gehen durch die Investition in diese Zukunftstechnologie einen wichtigen Schritt in der konsequenten Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie.

JT Energy Systems in Kürze

Das Unternehmen wurde im Jahr 2019 gemeinsam vom Hamburger Intralogistikspezialisten Jungheinrich und dem Glauchauer Batteriehersteller Triathlon gegründet. Das Joint Venture produziert Energiesysteme für Elektrofahrzeuge mit industrieller Anwendung. Vom sächsischen Freiberg aus bedient das Unternehmen die stark wachsende Nachfrage nach innovativen und nachhaltigen Energie- und Batteriesystemen. Eine besondere Expertise hat das JT Energy Systems in der Reparatur und Wiederaufbereitung von gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien. Bei der Klassifizierung und Bewertung der Restlebensdauer der Batterien wird auf das Know-how der in Dresden ansässigen Novum Engineering als Experte für KI-basierte Batterieüberwachung zurückgegriffen.

jt-energy.com

tricera.energy

triathlon-batterien.de

novum-engineering.com

jungheinrich.com

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