GRÜNER WASSERSTOFF – Duisport und Hafen Amsterdam bündeln Kräfte

Grüner Wasserstoff – (v.l.) M. Bangen und K. Overtoon (Foto: Duisport / RS MEDIA WORLD Archiv)
Grüner Wasserstoff – (v.l.) M. Bangen und K. Overtoon geben eine Absichtserklärung für die Zusammenarbeit zwischen Hafen Amsterdam und Duisport bekannt. Diese hat wegen des Krieges Russlands gegen die Ukraine auch eine große geo-strategische Bedeutung. (Foto: Duisport / RS MEDIA WORLD Archiv)

Grüner Wasserstoff – Der größte Binnenhafen Europas, Duisport, und der Hafen Amsterdam wollen ihre Kräfte bündeln bei der Entwicklung einer europaweiten Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff. Dabei sollen gemeinsame strategische Initiativen in den Bereichen Energiewende und Ausbau des Hinterlandnetzes konzeptioniert und umgesetzt werden. Vor dem Hintergrund der Erpressungsversuche durch den russischen Diktator W. Putin haben grüner Wasserstoff und dessen Verteilung insbesondere für Deutschland, aber auch für Europa eine hohe strategische Bedeutung.

Der Hafen Amsterdam und duisport wollen ihre traditionsreiche Zusammenarbeit ausbauen. Markus Bangen, CEO von duisport, und Koen Overtoom, CEO des Amsterdamer Hafens, haben heute gegenüber den Medien angekündigt, dass beide Häfen gemeinsam die Wasserstoff-Wertschöpfungskette und ihr Hinterlandnetzwerk weiterentwickeln werden. Hierfür haben beide CEOs eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Über den Rhein eng verbunden

Die Häfen von Amsterdam und Duisburg sind über den Rhein und mehrere Landwege direkt miteinander verbunden und erfüllen wichtige Funktionen als logistische Knotenpunkte für das europäische Hinterland. Sie haben eine hohe historische Bedeutung beim Auf- und Ausbau wichtiger Handelsströme zwischen Deutschland und den Niederlanden. Als größter Binnenhafen Europas ist Duisport zudem mit ganz Europa vernetzt. Die bestehende Partnerschaft, deren sichtbarer Ausdruck die gemeinsamen Unternehmung „Hafen Duisburg / Amsterdam Beteiligungsgesellschaft“ ist, wird mit nun in eine neue Phase eintreten.

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Grüner Wasserstoff – Strategische Entwicklung der Wertschöpfungskette

Beide Häfen haben große Ambitionen im Energiebereich und wollen bei der Umstellung auf nachhaltige und erneuerbare Energiequellen eine Vorreiterrolle einnehmen. Der Hafen Amsterdam und duisport werden daher gemeinsam das Potenzial verschiedener Wasserstoffträgertechnologien untersuchen, um eine internationale kommerziell erfolgreiche Lieferkette für Wasserstoff aufzubauen. Denn der Import, die Speicherung und die Verteilung von grünen Wasserstoffträgern spielt künftig eine entscheidende Rolle bei der Energiewende in der Industrie und im maritimen Sektor. Grüner Wasserstoff gilt aber auch als Lösung für Europa im Allgemeinen und Deutschland im besonderen, sich von fossilen Brennstoffen und damit beispielsweise von der faschistischen Russischen Föderation unabhängig zu machen. Daher hat diese Partnerschaft für Europa auch eine hohe strategische Bedeutung.

H2A-Konsortium – Eine Millionen Tonnen Grüner Wasserstoff

Der Amsterdamer Hafen ist Teil des H2A-Konsortiums (hier klicken und Infos als PDF downloaden), das die Einfuhr von einer Million Tonnen grünem Wasserstoff in den Amsterdamer Hafen anstrebt und mehrere wichtige Akteure der Wasserstoffindustrie umfasst. Das H2AProjekt bildet eine Plattform, die nun mit duisport verbunden werden kann, um eine durchgängige Wertschöpfungskette für grüne Wasserstoffträger zwischen beiden Häfen zu schaffen.

Grüner Wasserstoff – Partnerschaft als Beitrag zur Dekarbonisierung

Koen Overtoom, CEO Hafen von Amsterdam: „Ich freue mich sehr über die Partnerschaft zwischen duisport und dem Hafen Amsterdam. Wir haben erkannt, wie wichtig es ist, gemeinsam neue Korridore für nachhaltige Energieträger zu entwickeln, um die internationalen Lieferketten zu dekarbonisieren. Die Grüner Wasserstoff – Partnerschaft stärkt unsere strategischen Initiativen, die darauf abzielen, eine Führungsrolle bei der Erleichterung der Energiewende zu übernehmen. Zudem ergänzt sie unsere starke Zusammenarbeit mit unseren bewährten Partnern.“

Europaweites Wasserstoff-Netzwerk ausbauen

Markus Bangen, CEO duisport: „Mit dem Ausbau unserer Partnerschaft mit dem Amsterdamer Hafen setzen wir ein wichtiges Signal über nationale Grenzen hinweg: Nur gemeinsam können wir globale Herausforderungen wie die Energiewende meistern. Ich freue mich daher darauf, gemeinsam mit dem Hafen Amsterdam die Entwicklung eines europaweiten Wasserstoff-Netzwerks zügig voranzutreiben und unsere Funktion als zentrale Logistik-Drehscheibe für Europa weiter zu stärken.“

Gemeinsames Hinterlandnetzwerk verbessern

Neben der Entwicklung der grünen Wasserstoff- Wertschöpfungskette werden duisport und der Amsterdamer Hafen gemeinsame kommerzielle Projekte zum weiteren Ausbau ihrer Hinterlandnetzwerke auf den Weg bringen. Amsterdam und Duisburg sind über Binnenschifffahrts-, Land- und Schienenkorridore gut miteinander verbunden und liegen zentral innerhalb des umfangreichen europäischen Netzwerks. Zusätzlich zu den bestehenden täglichen Binnenschiffsverbindungen wurde 2019 ein Bahnshuttle Amsterdam – Duisburg eingerichtet. Dieser Shuttle bildet einen wichtigen Korridor, der die Kurzstreckenseeverkehrs- und intermodalen Netzwerke beider Häfen direkt miteinander verbindet.

duisport.de | portofamsterdam.de

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