EU-CEE MÄRZ 2024 – Balkanländer wachsen um 2,6 Prozent 

EU-CEE März 2024 – Während EU-Länder wie Deutschland, Frankreich oder Österreich wirtschaftlich derzeit nicht in die Gänge kommen, können sich die für Österreich wichtigen Balkanländer auf ein Wachstum von 2,6 Prozent im Jahr 2024 freuen. Das prognostiziert zumindest die CEE Quarterly Analyse „Adjustment postponed in auspicious environment“ der Unicredit BankAustria. Für 2025 könnte sich sogar ein Wachstum von 3,0 Prozent ausgehen. 

EU-CEE März 2024 – Die Wirtschaft der Balkanländer wächst schneller als etwa der Länder Frankreich, Deutschland oder Österreich. (Foto: Hafen Koper in Slowenien; Horst Schröder / www.pixelio.de)
EU-CEE März 2024 – Die Wirtschaft der Balkanländer wächst schneller als etwa der Länder Frankreich, Deutschland oder Österreich. (Foto: Hafen Koper in Slowenien; Horst Schröder / www.pixelio.de)

Die Chancen für die EU-Erweiterung in Richtung Balkan-Länder steigen nicht nur politisch, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Denn der aktuelle EU-CEE März 2024 der Unicredit BankAustria prognostiziert für 2024 ein Wirtschaftswachstum von rund 2,6 Prozent in dieser für Österreich wichtigen Region. Für 2025 sei sogar ein Wachstum von 3,0 Prozent möglich. Dabei fällt das Wachstum in den westlichen Balkanländern geringfügig höher aus als in den östlichen. Treiber des Wachstums dürften dabei vor allem der private Konsum, aber auch staatliche Investitionen sein.  

EU-CEE März 2024 – BIP getragen von privatem Konsum 

Das bestätigt auch Dan Bucsa, Chief CEE Economist der UniCredit BankAustria in der aktuellen CEE Quarterly Analyse <<Adjustment postponed in auspicious environment>>: “Der private Konsum dürfte die Wachstumsbelebung anführen, unterstützt durch ein schnelleres Reallohnwachstum, eine steigende Kreditaufnahme und staatliche Transfers“, so dessen Analyste und weiter: “Öffentliche Investitionen stellen den zweitgrößten Wachstumsmotor dar.” Allerdings sind die Nettoexporte aus der Region etwas schwächer als in den Jahren zuvor und bremsen so die BIP-Dynamik in diesem Jahr ein, ist aus der EU-CEE März 2024 zu entnehmen.  

EU-CEE März 2024 – Haushaltsdefizite Balkanländer weniger als drei Prozent

Die Ökonomen erwarten daher in den Jahren 2024 bis 2025 ein Haushaltsdefizit von weniger als drei Prozent des BIP insbesondere für die Balkanländer Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechien und Serbien. Mit Defiziten von mehr als fünf Prozent trumpfen hingegen die politischen Sorgenkinder Ungarn und die Slowakei auf. Aber auch für Polen und Rumänien erwarten die Analysten der Unicredit BankAustria ein Haushaltsdefizit von fünf Prozent. Für Rumänien könnte sich dies negativ auswirken, weil dem Mitgliedstaat damit ein Verfahren wegen “übermäßigen Defizits” droht. Dieses Verfahren kann am Ende zu Geldbußen in Milliardenhöhe führen. Aber auch die Türkei, das mit einer galoppierenden Inflation und mit einer dramatischen Abwertung der türkischen Lira kämpft, kann im heurigen Jahr mit deinem Defizit von fünf Prozent rechnen.  

EU-CEE März 2024 – Chancen für EU-Betritt intakt 

In wirtschaftlicher Hinsicht wachsen somit auch die Chancen auf einen Beitritt insbesondere Kandidaten Bosnien-Herzegowina und Serbien. Davon dürften insbesondere die westlichen Balkanländer profitieren, insbesondere vor allem dann, wenn sie anstehende Reformen möglichst rasch angehen und durchführen werden, so der EU-CEE März 2024. Der Beitrittsprozess könnte daher auch ein gutes Vorzeichen für die Heraufstufung des internationalen Ratings dieser Länder sein. Stabile Kapitalströme können nämlich die Zahlungsbilanzdefizite in allen CEE-Ländern abdecken, wobei diese Länder zusätzliche Mittel von internationalen Finanzinstitutionen sowie durch staatliche und private Auslandskredite erhalten werden. Bosnien-Herzegowina, Rumänien und die Türkei müssen aber noch etliche Hausaufgaben erledigen, insbesondere was die Bekämpfung der Korruption angeht.    

Bedeutung von CEE wächst 

Der Analyse zufolge werden die EU-freundlichen Parteien künftig mehr als zwei Drittel der Sitze der EU-CEE Länder im europäischen Parlament gewinnen. Infolgedessen beansprucht diese Region immer mehr wichtige Positionen in den europäischen Institutionen, aber auch in der NATO, verrät der aktuelle „Adjustment postponed in auspicious environment“.   

UniCredit Bank Austria CEE in Kürze 

CEE ist ein Wachstumsbereich für die UniCredit BankAustria, in dem die Gruppe in Bezug auf die geografische Reichweite in elf Ländern führend und mit Stand Ende 2023 die Nummer eins bei den Aktiva in Osteuropa und die Nummer Zwei in Zentraleuropa ist.

bankaustria.at

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